Brot kann schimmeln

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An den Tonfall muss ich mich erst noch wieder gewöhnen, denn ändern kann ich ihn wohl nicht: Bei einigen Lehrern in meiner neuen Schule geht es ziemlich übel zu. Abwertend und unter der Gürtellinie. Die meisten Mitschüler scheint es aber nicht zu stören. Oder sie überhören das einfach oder sind es gewohnt. Mir fällt es schwer, da ich normalerweise netter mit meinen Mitmenschen rede und das auch aus meiner alten Schule nicht so extrem kenne. Oder ich habe es verdrängt. Aber solange ich nicht diejenige bin, die da angemacht wird, kann ich damit leben, dass es andere nicht stört. Ich muss mir nur etwas überlegen, was ich auf solche Sachen rausgeben kann, damit ich nicht anfange zu heulen, wenn ich mal diejenige bin, die da angemacht wird. Das ist jawohl nur noch eine Frage der Zeit.

„In Ihrem Hirn herrscht gähnende Leere.“ Oder: „Sie sind so dumm wie 10 Meter Feldweg.“ Oder: „Brot kann schimmeln. Sie können gar nichts.“ Oder: „Ihre Eltern hätten besser Kondome verwendet.“ Oder: „Was sagen Sie als Außenstehender zum Thema Intelligenz?“

Ich finde es unverschämt, in den allerersten zwei Stunden, in denen man einen Lehrer das erste Mal hat, solche Sachen rauszuhauen. Aber es scheint auf einem Gymnasium in Hamburg im Jahr 2009 normal zu sein.

Nochmal Hannover

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Zurück aus Hannover: Der zweite Teil des Trainings-Camps ist geschafft. Wieder ging es am Samstagmorgen mit dem ICE in Höchstgeschwindigkeit nach Niedersachsen, wieder haben wir unsere Zimmer bezogen, wieder in der gleichen Aufteilung, wieder sollten wir draußen schwimmen … WHAT?!

Der Himmel war bewölkt, draußen waren 16 Grad, es regnete immer mal wieder und der Wind war eher kalt, so dass ich mir schon einen Fleece-Pullover über mein T-Shirt gezogen hatte. Wer war denn auf diese Idee gekommen? Ich wollte bei der Besprechung in der Sporthalle nicht als einzige großen Alarm machen und wunderte mich, warum Cathleen oder Simone nicht widersprachen, als es hieß, wir wiederholen den Schwimmkurs von vor zwei Wochen. Hinterher wusste ich es: Die Ausschreibung, in der stand, dass der Neoprenanzug mitgebracht werden sollte, habe ich nicht bekommen.

Aber selbst wenn: So etwas habe ich nicht und hatte ich auch noch nie besessen. Es ist sicher nicht ungewöhnlich, dass man so etwas bei Wettkämpfen oder bei Schwimmtraining draußen trägt, gerade wenn man kaum Durchblutung in den Beinen hat, diese auch nicht bewegt und man daher schnell auskühlt. Aber ich wüsste nicht einmal, welche Größe ich bräuchte, geschweige denn, worauf ich beim Kauf achten müsste. Die faule Stinkesocke liebäugelte also schon damit, dass sie anderweitig bespaßt werden würde, hatte aber die Rechnung nicht mit einer Segelschule am See gemacht, die solche Dinger verleiht und bereits einen ganzen Karton in die Halle gestellt hatte.

Insgesamt waren drei Leute dabei, die so etwas leihen mussten und zu unserem Glück waren unsere Größen vorrätig. Größe 38 ist allerdings auch nicht so ungewöhnlich. Ich hatte noch nie in meinem Leben so ein Ding an. Ich fand schonmal, dass es ziemlich eklig roch, nach Gummi halt, und dass es ziemlich schwer war, dort hineinzukommen. Auf der Erde liegend und mit Cathleens Hilfe schaffte ich das aber. Jetzt nur noch in dem Ding zum Steg kommen! Meine Güte, sahen wir bescheuert aus. Rund 30 Rollstuhlfahrer in Gummianzügen fahren 50 Meter über einen Wanderweg zu einem Steg. Etliche Spaziergänger blieben stehen und schauten sich das Spektakel an. Ich kam mir vor wie eine Pellwurst auf Rädern.

Am Steg nebenan wurde ein großes Ruderboot aus dem Wasser gehoben. Die Ruderer blickten auch ziemlich fragend aus der Wäsche, als sie uns sahen. Wir mussten uns nun erstmal vom Rollstuhl auf den Steg setzen, während die Rollstühle wieder in die Halle gebracht wurden, damit sie bei Regen nicht völlig durchweichen. Mir war bereits ziemlich warm in dem Ding. Zwischenzeitlich mussten auch noch die zwei Kajaks, mit denen wir begleitet werden sollten, herangeschafft werden. Da (nicht nur) mir das freie Sitzen schwer fiel, legte ich mich auf den Bauch, die Hände unter dem Kinn verschränkt, und schaute mir das alles aus der Liegeposition an. Dann kam Renè aus Bremen wieder an, der mich letztes Mal schon so angebaggert hatte, obwohl er eine Freundin zu Hause hat, und sagte: „Wow, hast du einen knackigen Arsch! Darf ich mal klatschen?“

Cathleen rollte die Augen zum Himmel, Simone tippte sich an die Stirn und ich antwortete genervt: „Klatsch so viel wie du willst“, dachte aber, er wollte in die Hände klatschen. Stattdessen kam er auf mich zu und zimmerte mir eine auf meinen Hintern. Damit bestätigte sich meine Meinung von letzter Woche: So ein Idiot.

Während es immer längerte dauerte, bis es endlich mal losgehen sollte, erklärte uns ein schlauer Fuchs, dass, wenn man sich einen neuen Neoprenanzug zum Schwimmen kauft, man darauf achten muss, dass er sehr eng anliegt, damit nur ein minimaler Wasserfilm auf der Haut ist, der sich erwärmt und dann als Isolierschicht wirkt. Wenn der Anzug zu groß ist oder nicht für das Schwimmen gedacht ist, dann strömt immer wieder kaltes Wasser nach und die Sache funktioniert nicht. Genial. Außerdem hat man mit dem Ding ziemlichen Auftrieb, so dass auch Leute, die ihre Beine nicht bewegen, wesentlich gerader im Wasser liegen. Und dann sollten Querschnitte noch beachten, dass es im gelähmten Bereich keine Reißverschlüsse, keine Falten, hervorstehenden Nähte oder ähnliches gibt und dass die Beine nicht abgeschnürt werden.

Während er laberte, interessierte mich eine Sache viel mehr: Wenn der Wasserfilm nicht ausgetauscht wird beim Schwimmen, was ist denn, wenn sich unterwegs meine Blase entleert? Gehe ich dann beim Ausziehen als marinierter Seeteufel durch und stinke wie ein Dachs im Zoo? Und vor allem: Mir gehört dieser Anzug ja gar nicht. Und erstrecht: Gab es vor mir noch andere Ferkel … ich denke lieber nicht weiter über das Wort „Leih-Anzug“ nach. Vor einigen Wochen hätte diese Unsicherheit bei mir eine mittelschwere Katastrophe ausgelöst, mit Heulattacke und Panikstimmung, heute fragte ich Cathleen: „Sag mal, was passiert eigentlich, wenn man in das Ding reinpinkelt?“

Kristina, die direkt daneben saß, fing laut an zu lachen, und als Cathleen ohne eine Miene zu verziehen antwortete: „Dann wird es warm.“, prustete sie erst richtig los, lief im Gesicht schon rot an und bekam fast keine Luft mehr. Ich ersparte mir weitere Nachfragen, denn endlich ging es los. Das Wasser war wärmer als ich vermutet hatte, aber kälter als beim letzten Mal und der kalte Wind, der über das Wasser fegte und einige Wellen machte, war fast schon unangenehm. Der Auftrieb dieses Schwimmanzugs machte einiges einfacher als beim letzten Mal, der zeitweilige Gegenwind brachte mich aber fast zur Verzweiflung. Zwei Mal bekam ich von einer Schwimmerin, die ständig nah an mich herankam, keine Ahnung warum, einen Ellenbogen in die Rippen, was ziemlich weh tat. Es hieß zwar, wir sollen nur ankommen und nicht auf Höchstleistung schwimmen, aber wäre ich nicht auf Höchstleistung geschwommen, wäre ich teilweise gar nicht vorwärts gekommen. Der Wind spielte mit uns. Ich war allerdings nicht die einzige, der das so ergangen ist. Alle waren froh, als wir endlich unter der heißen Dusche waren. Einschließlich Tatjana, die mit ihrem Kajak 20 Meter vor dem Steg gekentert ist – ich sage nicht, wer nachgeholfen hat…

Am Nachmittag stand nochmal Ergometertraining auf dem Programm. Abends gingen wir ins Kino und schauten uns Horst Schlämmer an. Naja. Die Popcorn waren gut. Und das Bier in der Disko hinterher auch. Damit sich der Anschiss in Grenzen hält, lagen alle schon um 1 in den Betten. Und unsere Betreuer ließen uns sogar bis 8 Uhr ausschlafen.

Nach einem Zirkeltraining am Sonntagmorgen und einem weiteren Ergometertest mit Blutentnahme aus dem Ohr ging es wieder zurück nach Hamburg. Am Hauptbahnhof gerieten wir noch direkt in das Remmidemmi des gewonnenen HSV-Heimspiels gegen Köln. Wer den Hamburger Hauptbahnhof mit seiner großen Bahnsteighalle kennt, kann sich vorstellen, wie es wirkt, wenn einige Tausend Leute darin ihre Fangesänge abgeben. Fast so schön wie im Stadion. Aber nur fast.

Probewohnen für Cathleen

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Cathleen war gestern mit Sofie bei einem Sozialarbeiter vom Jugendamt, um mit ihm zu besprechen, ob es eine Alternative wäre, wenn sie wieder in Hamburg zur Schule geht, also einen Neuanfang startet auf einer Gesamtschule (statt noch ein Jahr auf ein Sonderschul-Internat zu gehen), dabei in unserer WG wohnt und von einem ambulanten sozialtherapeutischen Dienst drei- bis fünfmal pro Woche betreut wird.

Ich war nicht dabei, ich bekam die Story aber von Sofie und später auch nochmal von Cathleen erzählt. Zuerst hatte der Sozialarbeiter wohl den Termin verschwitzt, den er so kurzfristig erst noch zugesagt hatte, dann war er wohl von vornherein gleich dagegen. Sofie meinte, er könnte auch bewusst diese Position eingenommen haben, um sich von Cathleen überzeugen zu lassen, also um zu merken, wie ernst es ihr wirklich ist. Interessante Theorie.

Cathleen war wohl hartnäckig genug, denn am Ende kam heraus: Cathleen wohnt ab nächsten Montag für 5 Tage zur Probe in unserer WG. Sie bekommt täglich Besuch von einem Sozialarbeiter oder einer Sozialarbeiterin von einer Einrichtung. In der Zeit geht sie probeweise auch auf eine Gesamtschule in Eppendorf. Am Montag darauf trifft man sich erneut und bespricht, wie es weitergeht.

Ich bin sehr gespannt, aber ehrlich gesagt auch sehr zwiespältig. Cathleen ist noch zwei Jahre jünger als ich – und bei mir fragen die Leute schon, ob ich nicht zu jung bin, um von zu Hause auszuziehen. Andererseits: So groß ist der Unterschied zwischen WG mit Betreuung und Internat auch nicht. Und Cathleen ist sehr selbständig. Und ich würde mich sehr freuen, wenn sie hier einziehen würde.

In der Schule habe ich heute meinen ersten richtigen Tag miterlebt. Und auch gleich mein erstes Negativ-Erlebnis. Ich fuhr durch einen Gang, hatte eine leere Papiertüte von meinen zwei Brötchen auf dem Schoß, wollte in den Klassenraum und spätestens dort diese Papiertüte in den Müll werfen. Ich war bisher noch an keinem Mülleimer vorbei gekommen. Vor mir ging ein Lehrer, dem urplötzlich einfiel, dass er was vergessen hatte. Er drehte sich mitten im Gehen auf dem Absatz um. Ich musste scharf bremsen, um ihn nicht umzufahren. Dabei fiel die zusammengeknüllte Brötchentüte auf die Erde. Er blubbert mich an: „Egal ob Sie behindert sind oder nicht – Müll wird hier nicht einfach hingeworfen. Auch wenn Sie neu sind, sollten Sie das wissen.“ Ja nee, is klar. Nächstes Mal halte ich die Tüte fest und fahr ihm so richtig in die Hacken. Ich hoffe, dass ich diese Lehrkraft nicht irgendwo selbst im Unterricht habe.

Ansonsten hatten wir heute zwei Stunden lang unseren Pädagogik-Lehrer von gestern und zwei Stunden Statistik. Merke: „Wenn man an einem Reh zuerst links vorbeischießt und dann rechts, dann ist es durchschnittlich tot!“ Muhaha.

Muku, Spanfranz und Gewipo

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Als ich das letzte Mal zur Schule gegangen bin, bin ich gegangen. Auf zwei Beinen. Am Morgen hatte ich mein Elternhaus verlassen. Seitdem ist über ein Jahr vergangen, seitdem bin ich nicht mehr zur Schule gegangen, geschweige denn auf zwei Beinen. Seitdem habe ich mein Elternhaus nicht mehr von innen gesehen.

Es war schon ein nachdenklicher Moment, als ich heute morgen um 9.00 Uhr zur Schule fuhr. Zu meiner neuen Schule. Ein berufliches Gymnasium, in dem ich in drei Jahren mein Abitur schaffen möchte.

Ich hatte die letzte Nacht vor Aufregung kaum geschlafen. Auf was für Leute würde ich treffen? Akzeptiert man mich? Stelle ich mich nicht doof an? Passiert mir nichts peinliches? Finde ich Anschluss? Diese und mindestens 100 andere Fragen drehten sich die ganze Nacht lang in meinem Kopf herum.

Mit dem Auto fahre ich genau 10 Minuten bis zur Schule. Es sind laut Tacho 3,9 Kilometer. Pro Strecke. Das Gebäude ist für Hamburger Verhältnisse topmodern, große Räume, vernünftige Tische, Teppichböden, elektrische Rolläden vor den Fenstern, Internetanschluss in den Klassenräumen, Aufzüge, saubere Toiletten, ansprechende Cafeteria … nö, ich war schon angenehm überrascht.

Um 9 Uhr ging es los, in unserer Klasse sind 23 Leute und ich bin nicht die einzige Rollstuhlfahrerin. An der Schule sind insgesamt (mit mir) 6, in meiner Klasse ist noch eine Schülerin, die aber wesentlich älter ist als ich. Sie hat die Zugangsvoraussetzungen durch einen Hauptschulabschluss plus Berufsausbildung erworben und ist bereits Ende 20. Überhaupt sind rund ein Drittel der „Schüler“ bereits mit einer Berufsausbildung fertig oder steigen ein zweites Mal ein. Was ich eher positiv finde. Außerdem wird im Klassenverband unterrichtet, nicht mit Kurssystem. Was ich auch eher positiv finde. Vielleicht ist es auch nur Gewohnheit.

Die Tische sind hufeisenförmig angeordnet, ich sitze neben der anderen Rollstuhlfahrerin am rechten unteren Ende des Hufeisens in der Nähe der Tür. Das war schon so vorgegeben. Ist mir aber ganz recht, dann kann ich wenigstens zum Klo ohne dass es jemanden stört. Unseren Klassenlehrer lernten wir auch gleich kennen, ein Typ Anfang 60, den wir in Pädagogik haben werden. Ich fand ihn recht witzig, auf jeden Fall scheint er keine Schlafmütze zu sein, die jenseits seines Berufs nichts mehr mitkriegt. Nett scheint er auch zu sein – wenn er auch noch fair ist und keine unerträglichen Launen hat, bin ich bereits zufrieden.

Was für mich völlig neu ist:

1. Ich bekomme zwei Büchersätze. Einer kann in der Schule eingeschlossen werden, einen darf ich mit nach Hause nehmen. Dadurch erspare ich mir die Schlepperei.

2. Es gibt Schließfächer im Klassenraum. Und auch noch ausreichend große. Und der Raum ist videoüberwacht.

3. Es gibt einen Aufenthaltsraum für Schüler und einen Ruheraum. Der Ruheraum ist in erster Linie für Schüler mit gesundheitlichen bzw. psychischen Problemen gedacht.

4. Wir dürfen Laptops verwenden, wenn sie beim Schreiben nicht klackern und wenn sie kein lautes Gebläse haben, also kurzum: Sie dürfen nicht nerven. Wir dürfen uns ins Schulnetzwerk einklinken und können darüber ins Internet. Wir dürfen auch Klausuren auf dem Laptop schreiben, allerdings ist in der Zeit kein Netzwerk verfügbar und kein Internet (schade).

5. Hausaufgaben etc. sollen von zu Hause auf einen FTP-Server hochgeladen werden, damit sie in der Schule online verfügbar sind und man sich die Zettelwirtschaft erspart. Jeder hat sein eigenes Verzeichnis und muss darunter ein Unterverzeichnis für die einzelnen Fächer anlegen.

6. Für Klogänge etc. muss nicht gefragt werden. Einfach leise rausgehen. (War bis Klasse 10 bei mir noch anders.)

7. Es darf im Unterricht getrunken werden. Es wurde sogar auf Empfehlung vom Klassenlehrer beschlossen, vorne eine Kaffeemaschine und einen Wasserkocher aufzustellen, damit sich jeder mit Kaffee und Tee versorgen kann – das Aufbrühen soll aber bitte in den Pausen passieren. Es darf sogar im Unterricht gegessen werden, wenn es nicht stört. „Wenn hier einer sein halbes Hähnchen auspackt oder stundenlang seine Spaghetti um die Gabel wickelt und die Bolognesesoße über die Tische spritzen lässt, verbieten wir das ganz. Auch Kaugummis sehen wir nicht gerne. Wenn sich aber einer einen Pfefferminzbonbon in den Mund steckt oder einmal geräuschlos vom Apfel oder seinem Frühstücksbrot abbeißt, ist uns das lieber, als wenn hier 26 Mägen knurren und man dabei sein eigenes Wort nicht versteht. Hunger macht außerdem einige Leute auch aggressiv und hemmungslos. Ja bitte?“ – „Haben Sie drei Mägen? Wir sind nur 23 Leute.“ – „Haben Sie gerade Hunger?“

Ich darf pro Tag nicht mehr als 4 Unterrichtsstunden haben, sagt ein Gutachten der Unfallversicherung. Wenn ich mich daran nicht halte, werden mir Sozialleistungen, die ich wegen des Unfalls bekomme, gestrichen. Die Schule kennt das bereits: Sport, Muku (Musik, Kunst, Darstellendes Spiel) und der Förderunterricht fallen ganz weg, Spanfranz, die dritte Fremdsprache (Spanisch oder Französisch), ebenso (das allerdings, da ich seit 7. Klasse bereits zwei Fremdsprachen verpflichtend nehmen musste) – und es gibt für jeden Tag 45 Minuten Hausarbeit zusätzlich zu den normalen Hausaufgaben. Montag und Dienstag Deutsch, Mittwoch und Freitag Englisch und Donnerstag Bio/Chemie.

Der Stundenplan ist recht übersichtlich. Die übrigen Fächer sind: Pädagogik, Mathe, Englisch, Seminar, Gewipo (Gesellschaft, Wirtschaft, Politik), Deutsch, Psychologie, Bio/Chemie und Statistik. Die komischen Abkürzungen habe ich mir natürlich nicht ausgedacht.

Nur an zwei Tagen muss ich um 8.00 Uhr anfangen, sonst gegen 9.00 Uhr und einmal sogar erst gegen 10.00 Uhr. Am Montag habe ich leider einen freien Block, so dass ich zwischendrin 135 Minuten frei habe. Ansonsten habe ich jeden Tag bis halb 1 bzw. halb 2 Unterricht, einmal auch nur bis halb 12. Ich hoffe, dass ich den Stoff mit so wenig Stunden verstehe und vor allem, dass ich nach dem einen Jahr Auszeit einigermaßen wieder reinkomme.

Ich bin gespannt. Aber wie gesagt: Der erste Eindruck war sehr positiv.