Außer Spesen nix gewesen

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Doof ist, dass ich Frank in dieser Woche nicht erreichen kann, da er zu einer Fortbildung ist. Frank hätte Zuhause die Unterlagen vorbereitet und wäre mit mir persönlich zum zuständigen Gericht gefahren, um eine Einstweilige Verfügung gegen meine Mutter zu beantragen. Und dann wären wir nicht wieder zu Hause gewesen, bevor wir nicht dieses Papier in der Tasche gehabt oder das Problem anders gelöst hätten. Ich weiß, nicht jeder Anwalt hätte diese Zeit und nicht jeder Anwalt könnte sich so intensiv kümmern. Ganz sicher hat es auch damit zu tun, dass ich ihn privat kenne und wir unter demselben Dach wohnen.

Ich hatte ihn nach dem letzten Vorfall mit meiner Mutter (damit meine ich die Aktion im Schwimmbad, nicht die vier SMS, die sie mir in dieser Woche geschrieben hat) auf dem Handy angerufen, und er hatte mich gebeten, zu einem befreundeten Kollegen in dessen Kanzlei zu fahren. Er riet mir auch zu einer Einstweiligen Verfügung, besser sofort als später. Frank hielt es auch für besser, diese Verfügung über einen Anwalt beim Gericht zu beantragen und er hatte mit seinem Kollegen telefoniert. So gurkte ich also extra nach Eimsbüttel, fand auch auf Anhieb die Kanzlei, nur der Anwalt war nicht da, weil er kurzfristig zu einem Termin musste. Er hatte aber eine Kollegin aus seiner Kanzlei instruiert. Die Kollegin hörte sich das auch alles an, fand das alles ganz schrecklich, fragte mich fünf Mal, ob ich mir das alles gut überlegt hätte, da man damit ja viel Porzellan zerbrechen könnte, dann meinte sie, sie würde etwas an das zuständige Amtsgericht faxen. Ich müsste dort aber persönlich erscheinen und meinen Ausweis vorlegen und den Antrag dort auch unterschreiben, würde von dort die Unterlagen direkt ausgehändigt bekommen. Vermutlich machte die Kollegin das zum ersten Mal.

Ich gurkte also zu einem Amtsgericht im Stadtkern (die Zuständigkeit richtet sich nach der Anschrift meiner Mutter), wurde dort erstmal zu einer Sachbearbeiterin im Familiengericht geschickt, dann zu einem Typen, der alles mögliche aufschreiben wollte und dem ich alles auch noch einmal erzählen musste. Das Schreiben von der Anwältin war noch nicht da und ließ auch noch ewig auf sich warten. Und dann, irgendwann, als ich endlos auf dem Flur warten musste, kam die erste Sachbearbeiterin wieder auf mich zu, meinte, man hätte jetzt alle Unterlagen bekommen, auch das Fax von der Anwältin, hätte das auch einem Richter vorgelegt, aber der Antrag sei abgelehnt worden, weil meine Mutter bislang weder mich wirklich verletzt hätte noch das angedroht hätte, noch hätte sie mich in irgendeine Situation gebracht, die mehr als lästig gewesen wäre. Die Interessen einer Mutter, Kontakt zu ihrem Kind aufzunehmen, seien sehr gewichtig und auch berechtigt, und es müsste zu ganz massiven Handlungen ihrerseits kommen, bevor man von einer Verletzung der Freiheit sprechen könnte. Auch könnte man nicht erkennen, dass sie mir nachstellt, denn die SMS-Texte seien fürsorglich und bittend und nicht in einer solchen Häufigkeit, dass sie belästigen.

Die Besuche am Schwimmbad seien nicht ausreichend. Das Gesetz verlange wiederholte Handlungen und die Mutter habe einmal nach meinem Rechten gesehen und sei einmal unbequem gewesen. Hier müssten wiederholte massive Eingriffe vorliegen und nicht drei Besuche pro Jahr. Nach seiner Meinung sei auch ohne die Verfügung zu erwarten, dass sie in Kürze von mir wieder ablässt. Und: Dass die Reporterin wirklich meine Mutter gewesen ist, sei ohne weiteres nicht beweisbar.

Frank meinte am Telefon, wir müssten den nächsten Schwimmbadbesuch abwarten, weil er vorher noch nicht wieder zurück sei, und dann kümmert er sich selbst um die Sache. Fazit: Außer Spesen nix gewesen.

Sie kommt trotzdem

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Dass sie sich jetzt die zweite Woche in Folge ein mit öffentlichen Verkehrsmitteln völlig ungünstig erreichbares Schwimmbad am Stadtrand aussucht, um mich zu sehen, liegt wohl daran, dass unsere Trainingstermine nicht veröffentlicht werden und sowohl der Triathlonverein, in dem ich trainiere, als auch der Rollstuhlsportverein, über den ich meine Startlizenzen habe, telefonisch keine Auskünfte erteilen. Dann muss meine Mutter auf Informationen zurückgreifen, die sie aus früheren Zeiten hat.

Verfolgungswahn? Keineswegs. In der letzten Woche riefen mich nacheinander zwei Funktionäre aus diesen beiden Vereinen an und teilten mir mit, dass jemand meine Adresse herausfinden wollte. Mit unterdrückter Rufnummer und mit falschem Namen. Beide Male war es eine Journalistin, die bei einer großen Hamburger Tageszeitung arbeiten will, wo sie aber niemand kennt. Eine Rückrufnummer gab es nicht, man hatte lediglich Interesse an meiner privaten Anschrift…

Das könnte jeder gewesen sein – es war aber eben nicht jeder. Während ich mit meinen Leuten im Becken trainiere, bemerke ich, wie von der Stirnseite des Beckens (dort ist etwas mehr Platz und da stehen in der Regel dann auch so zehn bis fünfzehn Rollstühle) jemand mit Blitzlicht fotografiert. Weil das in Schwimmhallen eher unüblich ist, riskiere ich einen Blick und sehe: Meine Mutter. Von den Füßen abgesehen vollständig bekleidet, hantiert sie dort mit einem Fotoapparat.

Ich könnte das jetzt seitenweise ausschmücken, versuche mich aber kurz zu fassen: Sie hat zuerst versucht, mich aus dem Training rauszulösen, indem sie meine Trainerin vollgequatscht hat. Angeblich müsse sie dringend mit mir reden. Meine Trainerin hat mir hinterher erzählt, dass sie meiner Mutter gesagt hat: „Ich bin hier nur für das Programm zuständig. Ob und wie die Leute mitmachen, entscheiden sie selbst. Sie müssen Jule also schon selbst fragen, ob sie jetzt Zeit für Sie hat oder ob das nicht noch eine Stunde warten kann.“

Als ich dann endlich aus dem Becken raus war, wollte sie mich in der kalten Halle volltexten. Ich hab sie mehr oder weniger stehen lassen und gesagt, dass ich jetzt duschen fahre und ich im übrigen nicht wüsste, was sie von mir will, schließlich hatte ich sie gebeten, dort nicht aufzutauchen. Im Vorraum, an der Kasse, passte sie mich dann noch einmal ab und meinte vor allen anderen Leuten, dass ich dringend eine Therapie machen müsste und mich so zu meinem Nachteil verändert hätte. Ich würde gar nicht mehr merken, wie schlecht es mir eigentlich ginge und ich hätte mich in meiner „Behindertenrolle“ völlig verrannt. Ich sollte einen Neuanfang wagen und dazu über meinen Schatten springen. Ich sollte mir vor Augen führen, was andere Kinder für das Interesse meiner Mutter geben würden!

Das sind diese Bemerkungen, die ich absolut nicht leiden kann und ich musste mir auf die Lippe beißen, um nicht in völliger Boshaftig- und Fiesheit zu antworten: „Dann unterhalte Dich doch mit den anderen Kindern.“ Ich sagte stattdessen: „Lass mich einfach nur in Ruhe.“

Ich war auf dem Weg nach draußen, sie hielt mich am Ärmel fest und schrie: „Merkst du gar nicht, wie krank du bist? Du bist krank, Jule. Du bist richtig, richtig krank.“ – „Hör auf, hier so eine Szene zu machen und lass meine Jacke los.“ – „Du versteckst dich hinter deiner Behinderung. Du bist nicht mehr du selbst. Dieses Schwimmtraining hier, dieser Drill, alles nur, um dir etwas zu beweisen. Du hast deine Situation noch immer nicht vertanden und versuchst so zu tun, als wäre alles wie früher. Du selektierst die Menschen nach denen, denen du was vorspielen kannst und denen, die dein wahres Gesicht kennen.“

„Jetzt hör endlich auf, hier rumzuschreien. Was sollen meine Freunde von dir denken, wenn du dich hier so aufführst?! Das ist ja endlos peinlich.“ – „Dann sag ich es dir nochmal ganz ruhig: Das sind nicht deine Freunde, und genau das ist dein Problem. Du lässt normale Kontakte nicht mehr zu. Du bist krank, Jule. Du umgibst dich mit Menschen, die alle ein zentrales Problem haben: Sie können ihr Schicksal nicht akzeptieren und versuchen, dagegen zu kämpfen. Du bist nahezu besessen davon, dass dich niemand dabei stört. Du lebst in einer Parallelwelt, hast eigene Regeln!“

Da es keinen Sinn hatte, dagegen zu argumentieren, erwiderte ich: „Das mag ja alles sein, aber trotzdem möchte ich keinen Kontakt zu dir und ich möchte auch nicht, dass du hier auftauchst. Akzeptier das einfach.“ – Sie fuhr fort: „Warum hast du dich obdachlos gemeldet? Was führst du im Schilde? Bekommst Du Sozialhilfe? Ich habe keine Lust, für dich irgendwann ins Gefängnis zu gehen!“ – „Du gehst nicht ins Gefängnis. Ich bin nicht obdachlos und ich bekomme auch keine Sozialhilfe. Es ist alles gut. Ich führe mein Leben, du führst dein Leben und wir gehen uns gegenseitig nicht auf den Wecker. Okay?!“

Dieses Schreiben hier“, sagte sie und faltete einen Zettel auseinander, „habe ich vom Zentralen Einwohneramt bekommen. Darin schreibt man, dass du obdachlos bist. Lies selbst!“

Auskunft aus dem Melderegister – Sehr geehrte Frau …, auf Ihre Anfrage können wir Ihnen aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen keine Auskunft erteilen. Mit freundlichen Grüßen

Soviel zum Thema ‚Verfolgungswahn‘ und ‚Journalistin‘. Als Mutter habe sie das Recht auf den Kontakt zur eigenen Tochter. Heftig. Ich fragte: „Ja und?“ – Sie antwortete: „Was ‚ja und‘? Schämst du dich nicht?“ – „Wofür? Du hast eine Auskunft verlangt, du hast sie nicht bekommen. Ganz einfach.“ – „Nichts ist einfach. Du hast dich obdachlos gemeldet, damit niemand weiß, wo du wohnst. Jule, das ist krank. Du brauchst eine Therapie.“ – „Da steht nicht, dass ich obdachlos bin, sondern dass du keine Auskunft über mich bekommst. Das ist ein Unterschied.“ – „Du hast auf alles eine Ausrede.“

Tatjana kam drei Schritte auf mich zu. „Wenn ich dir jetzt noch beim Einladen helfen soll, müssten wir jetzt los. Ich muss nämlich schnell nach Hause, mein Freund wartet mit dem Essen auf mich.“ – Klare Geste. Vielen Dank. Während ich zum Auto rollte und den Rolli verlud, stellte sich Tatjana demonstrativ zwischen mich und meine Mutter. Als ich dann mit dem Auto losfuhr, schob Tatjana meine Mutter mit den Worten: „So, und nun stehen wir hier auch nicht im Weg.“ zur Seite. Und tschüss. Für nächste Woche muss ich mir was einfallen lassen. Vermutlich läuft es auf eine einstweilige Verfügung hinaus. Es wird nie langweilig.

Ich komme trotzdem

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Seit über einem Jahr habe ich meine Eltern nicht gesehen. Meine Mutter war zuletzt in einem Krankenhaus, mein Vater ist aus Hamburg weggezogen. Ich weiß lediglich, dass sie sich getrennt haben. Zu meiner restlichen Familie habe ich auch keinen Kontakt mehr. Und es geht mir gut. Auch wenn es böse klingt: Ich vermisse sie nicht. Das, was ich zuletzt mit ihnen erlebt habe, war so schlimm, dass ich auf weitere Kontakte lieber verzichtet habe. Sie kennen auch meine neue Adresse und Telefonnummer nicht, lediglich die alte Handynummer ist ihnen noch bekannt.

Hin und wieder, insgesamt so 5 bis 7 Mal, schrieb meine Mutter mir eine SMS, die ich zwar gelesen, aber konsequent nicht beantwortet habe. In diesen SMS warf sie mir meistens vor, unsere Familie zerstört zu haben und verlangte, dass ich Verantwortung dafür übernehme. Sie wolle mich sehen. Aus den bisherigen Erfahrungen, die ich mit solchen Treffen gemacht hatte, kann ich sagen, dass das nach spätestens 30 Sekunden derart eskaliert ist, dass es für mich unerträglich wurde. Und mit Eskalation meine ich nicht, dass sie sich über unpolierte Schuhe aufregt, sondern derart elementare Vorwürfe macht, dass ich mich verbal erschossen fühlte.

Letzte Woche bekam ich mal wieder eine SMS. Der Text: „Habe jetzt so oft versucht, Dich per SMS zu erreichen und anders ja keine Möglichkeit. Verstehe nicht, wenn man so gern Kontakt möchte und an Deinem Leben interessiert ist, dass Du Dich dann nicht meldest. Ist es so schlimm, wenn man als Mutter Kontakt möchte? Nenn mir dann doch wenigstens den Grund, was ich Dir getan habe, damit man zur Ruhe kommt.“

Argh!!! Wie ich derartige Texte hasse! Ich habe mich dann, ich weiß, es war blöd, dazu hinreißen lassen, folgenden Text zu antworten: „Nein, Mama, anders hast du keine Möglichkeit. Und das hat auch einen guten Grund. Was du nicht verstehst, ist, dass eine Freundschaft immer von zwei Seiten bestehen muss. Es reicht nicht, dass du Kontakt möchtest und an meinem Leben interessiert bist, ich muss es auch wollen. Ich bin ein vollwertiger und unabhängiger Mensch. Ich entscheide selbst, mit wem ich wann und wie oft Kontakt haben möchte. Und nein, es ist nicht schlimm, wenn du, egal ob als Mutter oder nicht, Kontakt möchtest, es ist jedoch schlimm, wenn du nicht akzeptieren kannst, dass ich es nicht möchte. Wir haben seit meinem Unfall so unterschiedliche Ansichten, dass wir nicht einmal für eine oberflächliche Beziehung zusammenkommen. Das ist der Grund. Und jetzt lass mich bitte endlich in Ruhe.“

Danach passierte erstmal nichts. Bis gestern. Gestern abend war ich beim Schwimmtraining. Ich bin direkt vom Praktikum zum Training gefahren und war nach dem Training auf dem Weg zum Parkplatz (es hatte geregnet und war schon dunkel), als plötzlich jemand zwischen den Autos heraus mir entgegen kommt. Wer könnte es nach den letzten Absätzen anderes sein als meine Mutter?! Ich war alleine. Sie begrüßte mich nicht, sondern sprach mich direkt an, dass sie meine Antwort-SMS sehr verletzt hätte. Ich habe darauf bewusst gar nichts gesagt, sondern bin direkt zu meinem Auto gerollt. Sie fragte: „Willst du dazu nichts sagen?“

Ich antwortete: „Ich hatte dich gebeten, mich in Ruhe zu lassen. Stattdessen tauchst du hier unangemeldet auf und machst mir Vorwürfe. Ich möchte diese Gespräche nicht, und jetzt lass mich bitte in Ruhe. Ich hatte einen anstrengenden Tag, möchte nach Hause, essen und schlafen.“

Sie erwiderte: „Unangemeldet? Muss ich mich jetzt schon anmelden? Bei deiner Sekretärin vielleicht? Und interessiert es dich überhaupt nicht, ob ich vielleicht mit dir sprechen möchte? Du denkst immer nur an dich. Anstrengender Tag! Du bist 20, was soll ich denn sagen? Ich bin in deinem Alter morgens zur Arbeit, abends nach Hause, Geld für den Bus hatten wir nicht, ich musste jeden Tag fünf Kilometer mit dem Rad fahren, und abends sind wir dann noch weggegangen. Armes hungriges Kind, fährt einen Mercedes und hat nichts zu essen, du bist echt zu bedauern.“

Ich öffnete mein Auto, setzte mich auf den Fahrersitz, begann, meinen Rollstuhl zu zerlegen und zu verladen. Sie fragte, ob ich sie wenigstens zum Hauptbahnhof fahren könne. Ich sagte: „Nein.“ Und schüttelte den Kopf. Sie schimpfte: „Du tust mir weh mit diesem Verhalten! Ich bin deine Mutter! Hab ich nicht immer alles getan für dich? Ich habe dich großgezogen! Ich habe dich überall hingefahren, nachts irgendwo abgeholt, ich habe alles versucht, damit du eine schöne Kindheit hast. Ich bin …“

„Mama? Kannst aufhören, kenn ich schon alles. Ich möchte keinen Kontakt zu dir. Akzeptier das. Mach aus mir meinetwegen das undankbare Kind, sei vorwurfsvoll, verstehe mich nicht – aber lass mich dabei wenigstens in Ruhe. Und hör auf, mir nachzustellen und hier unangemeldet aufzutauchen. Ich möchte nicht, dass du hier zum Training kommst und mich auf dem Parkplatz im Dunkeln abfängst.“ – „Anders habe ich ja keine Möglichkeit.“ – „Auch das ist keine Möglichkeit, denn ich möchte das nicht.“ – „Ich komme trotzdem.“

Grillen, Saunen, Lernen

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Was für ein bescheidenes Wetter! Vor einer Woche sind wir nach dem Training noch am See grillen und im See schwimmen gegangen und haben uns bei 26 Grad Lufttemperatur wohlgefühlt, heute morgen gab es Schneeschauer. Brrr! Mein Auto hat jetzt Winterreifen drauf. Wenn ich damit zum Praktikum fahren muss, möchte ich nicht in irgendeine Versuchung kommen.

Heute war ich mit Jana in einer Therme mit Saunen rund 50 Kilometer nördlich von Hamburg. Jana hatte ihre Schwester und eine weitere Freundin dabei, ich hatte einen Kerl gefragt, der schon diverse Male darum gebeten hatte, beim nächsten Mal, wenn wir dorthin fahren, mitgenommen zu werden. Ich kenne ihn vom Sport, er ist selbst aber Fußgänger. Es war ganz lustig, und obwohl er überhaupt nicht mein Typ ist (und viel zu alt für mich), haben wir ziemlich heftig rumgeshakert und geflirtet. Wir waren zu fünft in der Sauna und schwimmen, ich habe von besagtem Kerl noch eine Massage bekommen und wurde zu einer Portion Pommes eingeladen – ich glaube, er fand mich toll.

Ab morgen früh hat mich der Alltag wieder. Inzwischen weiß ich, wie man einen künstlichen Darmausgang pflegt und wo der Unterschied zwischen einem Kolostoma und einem Ileostoma ist. Bei einer Patientin Anfang 30 darf ich morgen früh selbst Hand anlegen, nachdem ich mehrmals beim Platten- und Beutelwechsel zugucken durfte. Ich freu mich schon…