Nicht nur Vögel

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Einen ganz schönen Schrecken habe ich gestern bekommen, als ich von der Arbeit nach Hause kam. Marie müsste auch jeden Moment kommen, Helena sollte eigentlich schon zu Hause sein. Ihre Sachen waren auch schon da, ihr Rollstuhl parkte im Flur, in ihrem Zimmer war sie aber nicht. Im ganzen Haus war sie nicht. Ihr Handy lag auf ihrem Schreibtisch. Ich rief nach ihr. Niemand antwortete. Spielte sie Verstecken mit mir? Das wäre das erste Mal. Die Terrassentür war auch zu, also im Garten war sie nicht. Ich schaute in jedes Zimmer, guckte unter ihre Bettdecke – nichts.

Irgendwann schaute ich noch einmal genauer in den Garten. Auf die Entfernung konnte ich es nicht eindeutig erkennen, aber … da lag doch jemand auf dem Trampolin! Um das Trampolin ist ein hohes Netz, damit sie sich nicht verletzt, und das versperrte natürlich die Sicht. Lag Helena auf dem Trampolin? Aber warum war dann die Terrassentür von innen zu? Und wieso liegt sie da? Unterzuckerung?

Ich öffnete die Terrassentür. Je näher ich dem Trampolin kam, umso eindeutiger wurde, dass Helena auf dem Rücken auf dem Trampolin liegt. Alle Viere von sich gestreckt, Nase nach oben. Ich rief zwei Mal ihren Namen, aber sie reagierte nicht. Mein Puls ging in die Höhe. Als ich direkt neben dem Trampolin war und das Netz am Eingang zur Seite zog, musste ich dann doch lächeln: Sie hatte Stöpsel im Ohr und hörte Musik. Augen geschlossen. Ich kletterte aus dem Rollstuhl nach unten auf das Trampolin. Sie ließ ihre Augen zu und grinste. Ich legte mich links neben sie. Auch auf den Rücken. Ich bekam ihren rechten Ohrstöpsel.

Und warum war die Terrassentür von innen zu? – „Ich bin durch die Haustür raus. Mein Schlüssel hängt da vorne am Netz. Ich dachte mir, es ist vielleicht schlauer, die Terrassentür nicht offen stehen zu lassen, wenn ich hier hinten liege und die Augen geschlossen habe.“ – Recht hat sie. Sehr weitsichtig, unsere große Kleine. Denn durch die offene Terrassentür flögen bestimmt nicht nur Vögel rein…

Salz in der Luft

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Seit rund einem Dreivierteljahr lebt Helena nun schon bei uns. Ich muss sagen, dass ich mir einige Dinge sehr viel schwieriger vorgestellt habe. Wobei ich den Tag nicht vor dem Abend loben möchte, denn wer weiß schon, was alles noch kommt. Aber für den Moment kann ich sagen: Helena ist im Alltag absolut pflegeleicht und eine wunderbare Bereicherung. Nein, es läuft nicht alles wie am Schnürchen und ja, es gibt durchaus unterschiedliche Meinungen. Ein Diabetes ist nicht einfach, eine Cerebralparese, und sei sie noch so diskret ausgeprägt, ist eine körperliche Einschränkung.

Andere Dinge habe ich mir, und das muss ich gestehen, auch sehr viel einfacher vorgestellt. Einfacher nicht als Gegenteil von schwierig, sondern als Gegenteil von Individualität. Insbesondere Helenas Erlebnisse mit den bisherigen Pflegeeltern und ihre Psychotherapie sind eine krasse Belastung. Sie erfordern sehr viel Einfühlungsvermögen, und das, während sie mit uns ganz bewusst nicht über die Inhalte der Therapie und nur sehr selten über Einzelheiten aus ihrem bisherigen Pflegeelternverhältnis redet. Der Therapeut redet selbstverständlich auch nicht mit uns über Inhalte, aber dennoch wissen Marie und ich und natürlich auch Maries Eltern, dass Helena sich damit enorm quält. Aber: Auch wenn die Therapie und das Verarbeiten noch so anstrengend ist, wir merken (und sie bestätigt das auch), dass es ihr mittelfristig gut tut.

Die Begleitung dabei ist auch für uns eine enorme emotionale Herausforderung. Auf der einen Seite haben wir ein zerbrechliches Wesen, dessen Seele enorm und immer wieder verletzt wurde, auf der anderen Seite ist sie so zäh und so orientiert und klar, dass es ganz viel Vertrauen dafür braucht, zu akzeptieren, dass sie reif genug ist, damit richtig umzugehen. Die größte und stärkste Vertrauensgrundlage ist wohl, dass Helena uns gegenüber nicht lügt. Das ist eine ungeheure Herausforderung für jemanden, der über Jahre gelernt hat, dass er mit Lügen weiterkommt und dieses Prinzip auch bis zum Einzug bei uns täglich angewendet hat. Marie und ich waren beide darauf gefasst und haben uns vorher schon Pläne gemacht, wie wir damit umgehen, wenn sie uns anlügt. Diese Pläne mussten wir nie in die Hand nehmen. Selbst Dinge, die auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen, haben sich hinterher immer als wahr bestätigt. Anfangs fiel ihr das sichtbar schwer, inzwischen ist sie sehr viel selbstsicherer geworden und kennt vor allem die Antworten: „Kein Kommentar“, „Darauf möchte ich nicht antworten“ oder sogar „Ich finde, das geht dich nichts an.“

Marie oder ich holen sie nach ihrer Psychotherapie regelmäßig mit dem Auto ab. Wir möchten, dass sie direkt nach Hause kann, dass sie jemanden neben sich hat, dass sie niemandem mehr über den Weg laufen muss. Anfangs war es sehr schwierig für mich, beim Einsteigen nicht mal begrüßt zu werden. Sie setzt sich hin, schnallt sich an, starrt ins Leere. Weint, schluchzt, guckt aus dem Fenster. Steigt zu Hause aus, geht ohne ein Wort in ihr Zimmer, hängt „bitte nicht stören“ an die Tür, legt sich aufs Bett und guckt an die Decke oder guckt aus dem Fenster. Es ist so schwer, geduldig abzuwarten. Es ist so schwer, zu verstehen, dass sie den Weg zu uns kommen muss und dass jede Annäherung von uns zu aufdringlich wäre. Sie hat hier einen sicheren Hafen und sie braucht eine Rückzugsmöglichkeit, in der niemand Fragen stellt.

Helena hat seit etwa zehn Wochen für ihren Rollstuhl ein Vorspannbike. Zum Austesten als Vorführmodell vom Hersteller ausgeliehen, bis die Krankenkasse sich rührt. Leider rührt sie sich nicht wirklich, und leider ist das Vorführmodell auch nicht der Hit. Wir werden wohl ein anderes nehmen und das demnächst auch kaufen, damit wir im Sommer gemeinsam „radeln“ können. Helena nutzt das Ding dennoch sehr intensiv, um beispielsweise zu ihrer Freundin zu kommen.

Und nun kommt es: Zum ersten Mal Anfang April, am Abend nach einer Therapiestunde, draußen ist es bereits dunkel, dackelt Helena mit einem Fleecehoodie in der Hand in die Küche, nimmt sich eine Flasche Malzbier aus dem Kühlschrank, packt sie in einen Rucksack, und will mit Rolli und Handbike los. Seit der Therapie hatte sie noch kein Wort gesagt. Ich frage also: „Hast du mal auf die Uhr geguckt? Wohin willst du?“ – „Raus. Ich brauche nochmal frische Luft. Ich bin in zwei Stunden wieder zurück.“ – „Nee, Helena, Moment mal. Du bist 13 und draußen ist es dunkel. Was hast du vor?“

Mir wurde wirklich angst und bange. Sie sagte: „Mach dir keine Sorgen. Ich brauche nur einen Moment frische Luft.“ – „Dann setz dich auf die Terrasse, da ist auch frische Luft.“ – „Vertraue mir einfach. Ich bin in zwei Stunden wieder da.“ – Ich musste binnen Sekunden eine Entscheidung treffen: Entweder sie mit körperlicher Gewalt zurückhalten, also sie am Arm festhalten, die Tür abschließen oder ähnliches, oder eine 13jährige am späten Abend bei völliger Dunkelheit alleine losziehen lassen. Wissend um die ganzen Gangster, die auch in unserem idyllischen Örtchen frei herumlaufen, wissend um den Straßenverkehr, den es auch hier gibt, wissend um einen Diabetes, der bei körperlicher Angespanntheit gerne mal herumspinnt.

Ich weiß, dass viele in diesem Moment „Nein“ gesagt hätten. Ich am liebsten auch. Mein Kopf hat es mir auch eindringlich befohlen. Mein Herz hat gesagt: „Vertraue ihr.“ – Ich sagte: „Du nimmst ein Handy mit und lässt es eingeschaltet. Richtig?“ – „Meinetwegen.“ – „Und du tust dir nichts an. Schau mich an.“ – „Bist du jetzt völlig übergeschnappt?“ – „Schau mich an!“ – „Nein! Mach ich nicht.“ – „Was hast du mit der Flache vor?“ – „Jule, du nervst! Was will ich wohl mit einer Flasche Malzbier? Unterwegs austrinken.“ – „Ohne Flachenöffner?“ – „Die krieg ich am Rolli auf. So tschüss jetzt. Bis später.“ – Die Tür fiel ins Schloss und ich hörte, wie sie draußen sagte: „Das ist vielleicht alles ein Drama hier heute…“

Sie war dann knapp zwei Stunden später wieder da. Ich war schon im Bett und hatte noch einen Text für meine Fortbildung gelesen. Helena ging als erstes duschen, dann kam sie mit Flausch-Schlafanzug zu mir. „Darf ich bei dir schlafen?“ – Bevor ich irgendwas hörte, bevor ich eine Frage stellen konnte, war sie eingeschlafen. Der Zucker war in Ordnung. Ich musste mich also noch länger gedulden. Oder akzeptieren, dass es mich nichts anging, was sie gemacht hatte. Immerhin war sie pünktlich wieder da.

Am nächsten Abend erzählte sie mir dann, dass sie zum Strand gefahren war. Sie habe sich auf eine Düne gesetzt und das Wasser beobachtet, in dem sich der Mond spiegelte. Meistens ist es, gerade an sonnigen Abenden, ja nachts windstill und die Wasseroberfläche der Ostsee ist glatt wie ein Spiegel. Wenn sich dann der Mond dort spiegelt, kann das sehr mystisch aussehen, aber mitunter auch sehr gespenstisch. Auf dem Weg zum Deich und auf den Wegen hinter den Deichen steht nicht eine einzige Laterne. Und hinzu kommt, dass der Weg, den sie genommen hat, zwar vorbildlich war, weil sie dann die Bundesstraße nicht überqueren musste, auf der nachts auch gerne mal Leute 140 statt der erlaubten 70 bis 100 fahren, aber insgesamt sind das locker 15 Kilometer. Also rund 45 Minuten reine Fahrtzeit.

„Warst du alleine da?“, fragte ich. Sie antwortete: „Nee, da standen ein paar Schafis rum, die erstmal voll den Lärm gemacht haben, als ich kam. Auch wenn die Dunkelheit irgendwie ein wenig unheimlich ist, diese Einsamkeit dort ist gut, um sich mal auszuheulen. Ich finde, das geht besonders gut, wenn man den Mond auf dem endlosen Meer sieht und hin und wieder mal eine Möwe oder sogar ein kleines Schiff. Und wenn sich das Salz der Tränen und das Salz in der Luft vermischen, dann fühlt sich das so an, als würde mich jemand verstehen. Aber irgendwann ist es dann auch genug. Zu viel Flennen macht die Nase dicht, Kopfschmerzen, und irgendwann muss der Stein, den man da gerade aus der Seele geklopft hat, ja auch mal aufgelöst sein. Außerdem wird es irgendwann kalt, wenn man sich da zu lange hinsetzt.“

„Und dann?“, fragte ich, erstaunt und beängstigt zugleich über eine 13jährige, die über Salz von Tränen und Meeresluft philosophiert. Sie antwortete: „Dann hab ich einmal kräftig in den Sand gepinkelt und vom Malzbier drei bis acht Mal laut gerülpst, so genau habe ich das nicht gezählt, und dann bin ich völlig entspannt zurück gefahren.“

Seitdem hat sie das noch vier weitere Male gemacht. Nachmittags Therapie, abends mit dem Handbike und einer Flasche Malzbier an den Strand; sobald es nicht zu kalt war und nicht geregnet hat, hat sie sich dort offenbar ausgeheult. Sie braucht das scheinbar, sie findet sich zurecht, sie kommt zuverlässig wieder zurück. Ich werde es ihr wohl nicht verbieten können. Ich kann nur hoffen, dass dort nicht mal irgendeine zweifelhafte Gestalt auf sie wartet.

Mal wieder Rucksack

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Ich hatte ja ein wenig Befürchtungen, dass die Medikamente in meinem Notfallrucksack ablaufen, bevor sie eingesetzt werden. Ja, wer es nicht lesen will und behaupten möchte, dass mein Magnet neben irgendwelchen Idioten auch noch das Unglück magisch anzieht, der soll es tun und weiterblättern, denn: Ich habe in der letzten Woche schon wieder Erste Hilfe leisten müssen. Müssen, denn das Gesetz erwartet es von mir, wenn ich so etwas studiert habe.

Ich wollte unbedingt noch bis 18 Uhr zur Post, musste noch ein Paket loswerden. Und ein Einschreiben. Ich wollte Briefmarken kaufen. Und bei meiner Bank etwas unterschreiben. Stattdessen sah ich, wie in etwa 150 Meter Entfernung eine Frau über die Fahrbahn lief. Die Straße war an dieser Stelle zweispurig, also pro Richtung eine Fahrspur, durch eine gestrichelte Mittellinie unterteilt. Sie wollte einen Bus erreichen, der auf der gegenüberliegenden Seite in einer Bushaltebucht wartete. Ob sie geschaut hat, weiß ich nicht, jedenfalls offenbar nicht in beide Richtungen. Über den ersten Fahrstreifen kam sie hinweg, im zweiten lief sie direkt vor einen weißen Opel, im Nachhein denke ich, es war ein Crossland X. Trotz Vollbremsung erfasste er die Frau mit letzter Restgeschwindigkeit mit seiner vorderen rechten Ecke. Die Frau stolperte und fiel hin. Auf die Entfernung sah es erstmal nicht ganz so heftig aus. Mehr konnte ich aber auch nicht sehen.

Vor mir steuerten bereits zwei andere Personen ihre Autos auf den Radweg und stiegen aus, um der Frau zu helfen. Sie lag am Boden, war offensichtlich ansprechbar, und hielt sich den linken Arm. Aus dem weißen Opel stieg ein geschätzt fünfzig Jahre alter Mann mit schwarzer Hautfarbe, der sofort zu der verletzten Frau lief, sich neben ihr auf den Bordstein setzte und die Hände vor sein Gesicht schlug. Der Bus, den die Frau erreichen wollte, fuhr ab und kurvte dabei umständlich um das stehende Unfallauto herum. Ich fuhr mit meinem Auto an der Unfallstelle vorbei und versuchte, nach links auf die Bushaltebucht zu kommen. Ich wollte auf keinen Fall im fließenden Verkehr aussteigen. Es war schwierig, jemanden aus der wartenden Schlange zu überzeugen, mal einen Moment stehen zu bleiben, um mich dorthin durchzulassen. Blinken nützte nichts, nur meine Hamburger Dreistigkeit (HDL = Hupen, Drängeln, Lächeln) brachte Erfolg. Ich stellte mein Auto gegen die Fahrtrichtung in die Bushaltebucht und konnte so auf der dem Verkehr abgewandten Seite aussteigen.

Inzwischen schrie die Frau, hatte vermutlich Schmerzen. Rund ein Dutzend Menschen stand herum und glotzte. Eine Frau, geschätzt 55 Jahre alt, versuchte, auf die verletzte Frau einzureden. Sie verstand sie offensichtlich nicht, und wie sich später herausstellte, war die verletzte Frau in Kabul geboren und vermutlich noch nicht lange in Deutschland. Problematisch fand ich, dass die Frau bei der Kollision sich offenbar eine größere Gefäßverletzung am linken Arm zugezogen hatte. Das Blut lief in Strömen und die Frau versuchte panisch, ihre eigene Blutung zu stoppen, indem sie den Daumen der anderen Hand in die Wunde presste, was aber nichts brachte.

Der Fahrer des weißen Opel weinte inzwischen und wimmerte: „Ich habe gebremst so stark wie ich konnte. Ich wollte das nicht.“ – Ich öffnete mit der Fernbedienung meine Heckklappe und bat einen der umstehenden Zeugen, die mit dem Auto angehalten waren, meinen Notfallrucksack unter der Ladefläche herauszuholen. Die Frau, die sich bereits um die verletzte Frau kümmerte, war eine Krankenschwester. Sie erkannte richtig, dass die massive Blutung sofort gestoppt werden müsste. Der Sauerei nach würde ich mal vermuten, dass in den zwei Minuten seit dem Unfall locker ein Liter Blut aus dem Arm gelaufen war. Problem war, dass die Frau sich wehrte, sobald jemand ihren Arm berührte. Blutet das so weiter, wäre es nur noch eine Frage von Minuten, bis sie das Bewusstsein verliert. Nur das galt es eigentlich zu vermeiden.

Ich rutschte aus dem Rollstuhl auf den Boden, setzte mich auf Knie und Fersen vor die Frau. Inzwischen war mein Rucksack da. Die verletzte Frau hörte auf zu schreien und guckte mich an. Ich fragte: „Verstehen Sie mich?“ – „Nicht gut deutsch“, sagte sie. „English?“, fragte ich. Sie antwortete: „Little.“ – Ich versuchte es so: „Doktor help. Arm: Nix gut. Doktor help. Okay?“ – Und bevor sie noch lange herumhampeln konnte, hatte sie einen Stauschlauch am Oberarm. Zugezogen, ein kurzer Schrei, Ende von Blutung. Natürlich könnte sich das negativ auf eventuelle Verletzungen des Arms auswirken, aber das ist in dem Moment definitiv zweitrangig. Ich sagte: „Andere Seite einen großen Zugang, und dann den Fahrer mal aus dem Geschehen rausnehmen, am Besten in das Haltestellenhäuschen setzen und ne Decke über die Schultern legen und beruhigen.“ – „Mach ich“, sagte der Mann, der schon meinen Rucksack geholt hatte. Die verletzte Frau wurde blass und weinerlich. Ich dachte mir so: Jetzt bitte nicht noch einen Kreislaufstillstand. „Hat schon jemand einen Rettungswagen gerufen?“

Hatte jemand. Direkt nach meiner Frage hörte man den auch schon. Dem Lärm nach kamen da auch mindestens zwei Fahrzeuge. Das zweite war die Polizei. Die Besatzung des Rettungswagens forderte sofort den Notarzt nach. Anschließend holten sie die Trage, als die Frau vernünftig lag, versorgte die Sanitäterin den gestauten Arm mit einem Druckverband. Die Frau blieb bei Bewusstsein. Meine Infusion war daran wohl nicht ganz unbeteiligt. Die Polizistin fragte, was geschehen sei. Die Frau sagte: „Ich nicht gesehen Auto. Bus kam. Straße gelaufen. Ich Fehler gemacht. Mann bitte Entschuldigung. Polizei bitte Entschuldigung.“

Die Sauerstoffsättigung lag bei 99%, der Blutdruck bei 130 zu 110, Puls unter 100, keine Anzeichen für einen Schock. Auch wenn der durchaus an der Tür geklopft hatte bei dem Blutverlust. Aus meiner Sicht müsste hier kein Notarzt kommen, aber das habe ich ja nicht zu entscheiden. Ein Mann kam hinzu, offenbar der Partner der verletzten Frau. Er war völlig aufgeregt, kam mit mehreren anderen Männern zusammen angelaufen. Die Frau sprach mit ihm. Hektische Wortwechsel. Kein Wort zu verstehen. Dann sagte er zu der Polizistin: „Meine Frau sagt, sie hat Fehler gemacht. Nicht geguckt ob Auto kommt.“

Ich kletterte wieder in meinen Rollstuhl. Rollte zu dem Opelfahrer. Der saß in dem Haltestellenhäuschen und weinte. Der Zeuge versuchte, ihn zu beruhigen. Ich sagte: „Machen Sie sich keinen Kopf. Sie haben alles richtig gemacht. Es gibt Dinge im Straßenverkehr, die kann man nicht verhindern.“ – „Ist sie schwer verletzt?“ – „Nein. Wie es aussieht, hat sie nur eine stark blutende Wunde am Arm und deshalb ein paar Probleme mit dem Kreislauf. Sie kommt jetzt ins Krankenhaus und wird dort einmal durchgecheckt, aber es sieht nicht so schlimm aus.“ – „Ich möchte keinen Ärger. Ich lebe friedlich in diesem Land und ich wollte das nicht.“ – „Ihnen wird nichts passieren. Die Zeugen haben alle ausgesagt, dass sie Ihnen vor den Wagen gelaufen ist. Die Frau selbst hat das auch schon zur Polizei gesagt. Ich rate Ihnen, sagen Sie nichts zur Sache, sondern warten Sie erstmal ab. Das Recht haben Sie.“ – „Ich habe Angst, dass ich die falsche Hautfarbe habe.“ – „Nein, da machen Sie sich mal keine Sorgen, wir sind ja alle dabei.“

Die Angst war völlig unbegründet. Die Polizistin sprach mit dem Mann und sagte: „Sie bekommen von uns die Daten der Unfallgegnerin, die bereits eingeräumt hat, den Unfall verursacht zu haben. Die Zeugenaussagen stimmen auch alle überein. Danach ist die Frau Ihnen direkt vor das Auto gelaufen. Mein Kollege macht jetzt noch Bilder vom Unfallort. Ich müsste einmal Ihren Führerschein und Ihren Personalausweis sehen und die Papiere vom Fahrzeug.“ – „Ist mein Führerschein weg?“ – „Nein, wie kommen Sie denn darauf? Ich möchte nur Ihre Daten haben. Den Führerschein bekommen Sie gleich wieder. Sie haben sich ja nichts zu Schulden kommen lassen. Ich nehme von Ihnen auch keine Aussage auf, weil Sie neben sich stehen. Es kann sein, dass Sie nochmal angeschrieben werden, aber vermutlich kommt da nichts mehr.“ – „Ist es schlecht, keine Aussage zu machen?“ – „Nein, Ihre Aussage ist nichts wert, wenn Sie aufgewühlt und unter Schock stehen. Und wir brauchen die Aussage auch nicht. Wir wissen auch so schon, dass Sie sich nichts zu Schulden kommen lassen haben. Wenn das bei der Staatsanwaltschaft noch jemand anders sieht, nehmen Sie sich einen Anwalt und dann können Sie immernoch eine vollwertige Aussage machen. Aber ich glaube nicht, dass da noch was kommt. Auch gegen die Frau nicht. Die ist mit ihrer Verletzung gestraft genug, da muss man ihr nicht noch ein paar Euros abknüpfen, die sie vermutlich sowieso nicht übrig hat. Gibt es jemanden, der Ihr Auto einparken kann? Weil, sie sollten damit jetzt so nicht weiterfahren in Ihrem Zustand.“

Er hatte bereits seine Frau angerufen, die in diesem Moment eintraf. Der Notarzt guckte die Frau an, fuhr anschließend gleich zum nächsten Einsatz weiter. Am Ende waren alle weg. Socke packte mit Hilfe der Krankenschwester ihren Rucksack zusammen, räumte den ganzen Erste-Hilfe-Müll ein wenig zusammen und packte ihn in den Eimer an der Haltestelle und machte sich auf den Heimweg. Bedankt hatte sich niemand in der Aufregung. Einer geflüchteten Frau aus Kabul eine Rechnung zu schreiben, war vermutlich auch aussichtslos. Nachdem der Rettungswagen mir leider meine Verbrauchsmaterialien nicht ersetzen konnte, kann ich vielleicht bei Susi demnächst mal wieder was zum Einkaufspreis abgreifen. Als ich einstieg, hielt der nächste Bus. Auf der Fahrbahn. Der Busfahrer öffnete die vordere Tür und pöbelte in militärischem Tonfall: „Nur weil du behindert bist, heißt das nicht, dass du da parken darfst.“ – Dabei traten ihm fast die Augen aus den Höhlen. Ich lächelte freundlich und erwiderte seinen Gruß durch korrektes Anlegen der rechten Hand an den Kopf.

Zur Post, zur Bank, Einschreiben mit Frist konnte ich alles vergessen. Es war weit nach 18 Uhr. Aber wenn die Pflicht ruft und ich gebraucht werde …

Fahrstunden

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Susi und Otto sind ja immer sehr besorgt um ihre beiden Töchter. Sowohl um ihre leibliche als auch um mich. So bekamen wir beide zu Ostern zwei Gutscheine geschenkt: Nach fast zehn Jahren sollten wir beide eine Fahrstunde nehmen und an einem Fahr-Sicherheitstraining teilnehmen. Ich fand die Idee gut, Marie auch. Kann nie schaden, sich nochmal updaten und eingeschliffene Fehler auszumerzen zu lassen. Fahr-Sicherheitstraining ist erst in einigen Monaten, aber wir waren in der letzten Woche bei einer Fahrschule in der nächsten größeren Stadt und haben den ersten Teil des Geschenks eingelöst.

Es gibt ja nicht so viele Fahrschulen mit umgebauten Autos, aber diese hatte eins und der Fahrlehrer, der Chef der Fahrschule, war auch sehr freundlich. Die Rollstühle wurden nach dem Umsetzen im Büro eingeschlossen, ich durfte zuerst fahren. Außer Marie saß noch ein angehender Fahrlehrer auf der Rückbank, nachdem er gefragt hatte, ob es für uns okay ist, wenn er sich das auch mal anschaut. Menschen mit Behinderung, die schon fahren können, habe man nicht alle Tage.

Zum Glück hatte die Fahrschule im Auto auch das gleiche Handbedienungsgerät wie Marie und ich verbaut, so dass wir uns nicht umgewöhnen mussten. Das Auto reagierte auch normal, lediglich die Lenkung war eine besonders leichtgängige, was ich etwas gewöhnungsbedürftig fand. Aber es war kein wirkliches Problem.

Wir waren keine zwei Minuten unterwegs, da musste der Fahrlehrer dann doch gleich mal zeigen, wer der Chef im Auto ist. Wir befuhren innerorts eine zweispurige Straße, auf der 50 erlaubt war. Eine Spur verlief in meine Richtung, eine Spur in die entgegengesetzte. Wir näherten uns einem Fußgängerüberweg, also einem Zebrastreifen. Ich schätze mal, die Fahrbahn war an dieser Stelle acht Meter breit. Links und rechts von der Fahrbahn waren jeweils zum Parken freigegebene Seitenstreifen, vermutlich auch nochmal 2,50 Meter breit, die im Bereich des Fußgängerüberwegs natürlich unterbrochen und auf Höhe des Gehwegs angehoben und gepflastert waren, daneben noch ein rund 1,50 Meter breiter Radweg, daneben der Fußweg. Eine ältere Frau mit Rollator hatte nun die erkennbare Absicht, den Fußgängerüberweg überqueren zu wollen. Erkennbar dadurch, dass sie sich vom Gehweg langsam in Richtung der Fahrbahn drehte und erstmal schaute, ob ein Radfahrer hinter ihr kam. Wohl gemerkt: Das Ganze spielte sich auf der gegenüberliegenden (von mir aus linken) Seite ab.

Da ich bei Annäherung an einen Fußgängerüberweg ja kein Gas mehr geben darf, rollten wir mit etwa 45 km/h auf den Überweg zu. Wir waren, als die Frau sich nach den Radfahrern umschaute, noch etwa 40 Meter von dem Überweg entfernt. Ich entschied mich, nicht anzuhalten. Was den Fahrlehrer dazu veranlasste, hart in die Eisen zu steigen. Nicht mit quietschenden Reifen, aber immerhin so, dass auf der Rückbank alle in den Seilen hingen und wir auch erst auf dem Zebrastreifen zum Stehen kamen. Das Auto hinter uns kam ins Rutschen, krachte aber zum Glück nicht hinten drauf. Die Fahrerin in dem Auto schüttelte ihren Kopf und ich konnte von ihren Lippen das Wort „Fahrschule“ ablesen.

„Wenn jemand erkennbar den Fußgängerüberweg überqueren will, müssen Sie anhalten“, belehrte mich der Fahrlehrer. Ich dachte mir: Wenn man das so extrem in Hamburg macht, bestehen beste Chancen, dass einem gleich einer hinten reinkachelt. Nicht falsch verstehen: Ich halte am Zebrastreifen immer an. Aber nicht, wenn jemand noch lange nicht an der Fahrbahnkante ist. Denn die ältere Dame wackelte nun langsam über den Radweg, musste nun noch über den gepflasterten Bereich des Parkstreifens, dann noch über den Fahrstreifen der Gegenrichtung … in der Zwischenzeit fuhren auf der Gegenspur noch acht Autos durch. Die ich gezählt habe. Und als die Dame am Fahrbahnrand stand, hielt das neunte Auto sofort an. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, die Dame fühlte sich gehetzt, weil ich schon gefühlt lange auf sie wartete. Aber wenn das die Vorschriften sind…

Es ging weiter in ein Wohngebiet. Eine ruhige Sackgasse. Tempo 30. „Wenn ich gleich ‚jetzt‘ sage, machen Sie bitte eine Gefahrbremsung.“ – Soso. Ich machte mir Gedanken über die Anwohner, denn auf der Fahrbahn waren diverse Reifenspuren zu erkennen und uns kamen auch noch zwei andere Fahrschulautos entgegen. Wenn ich mir vorstelle, ich würde hier wohnen und hätte alle zehn Minuten Reifenquietschen vor der Tür, ich glaube, ich würde jede einzelne Fahrschule auf Unterlassung verklagen. „Jetzt“, kam das Kommando. Ich stieg voll in die Eisen. Das Auto hatte Bremsassistent und ESP, von daher war das Manöver nun wirklich kein Kunststück. Ich dache an meinen ersten Golf zurück, bei dem man für eine Gefahrbremsung noch richtig mechanische Kraft aufwenden musste. Der angehende Fahrlehrer auf der Rückbank kommentierte: „Oha. Wow.“

Inzwischen bekam wohl auch der Chef auf dem Beifahrersitz den Eindruck, dass hier nicht Klein-Doofi mit Plüschohren sitzt. „Daran gibt es nichts auszusetzen“, kommentierte er. Weiter ging es. Im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt. Durch eine Dreißigzone, am Ende konnte man nur rechts oder links, erstmal kamen Radfahrer aus beiden Richtungen, und dann kam uns von links ein Gelenkbus entgegen, der natürlich allen Platz brauchen würde und bis in meine Fahrspur ausholen wollte, um abbiegen zu können. Er hielt extra an einer Stelle, an der noch eine Parklücke frei war, blinkte mich an, ich sollte fahren. Platz genug war eigentlich, also fuhr ich los. Der Fahrlehrer trat schon wieder auf die Bremse. „Das machen wir nicht. Nicht quetschen. Da gehen so viele Rückspiegel bei drauf, das muss nicht sein.“

Aha?! Ich habe mir noch nie einen Rückspiegel abgefahren. Ich weiß doch, wie breit mein Auto ist. Also blieben wir stehen. Der Busfahrer blinkte uns noch einmal an. Dann bekam er wohl einen dicken Hals, zog vor, holte aus und bremste einen Meter vor unserer Motorhaube scharf ab. Nun mussten wir zurücksetzen. Der hinter uns auch. Der dahinter auch. Im Schneckentempo. Der Gelenkbus fuhr mit seiner letzten Achse über den Radweg. Anschließend quetschte er sich an mir vorbei. Zentimeter für Zentimeter. „Wenn jetzt der Spiegel dran glauben muss, hat er Schuld. Wir quetschen uns nirgendwo durch.“

Tolles Prinzip. Zurück zur Fahrschule. Auf dem letzten Kilometer fuhren wir über eine Kreuzung und direkt hinter der Kreuzung wurden aus meiner einen Fahrspur zwei. Das heißt: Rechts von mir öffnete sich eine neue. Ich dachte mir: Rechtsfahrgebot, also gleich dem rechten Begrenzungsstreifen gefolgt, rechts geblinkt (weil ich ja eine an dieser Stelle beginnende gestrichelte Mittellinie überfahre), und: Anschiss bekommen. Schulterblick vergessen! Nun fragte ich doch mal nach: „Entschuldigung, aber wer soll denn da sein? Die Fahrspur beginnt da.“ – „Immer Schulterblick machen. Es könnte ein Radfahrer in ihrem Windschatten gefahren sein, der Sie auf der Spur überholen will.“ – „Ich bin doch aber am Bordstein entlang gefahren. Mit 50. Der müsste dann ja mit 60 über den Bordstein hämmern, um vor mich oder zumindest neben mich zu kommen.“ – „Nicht diskutieren, einfach machen.“

Aha. Gut. Am Ende relativierte er ein wenig und sagte: „Sie sind regelkonform gefahren. Wäre das eine Fahrprüfung gewesen, hätten Sie wohl bestanden. Über die Fußgängerin am Anfang kann man verschiedener Ansicht sein und wir lernen hier, dass wir Fußgänger einladen, über den Überweg zu gehen. In der Fahrprüfung hätte ich nicht gebremst.“ – Hat er wohl selbst gemerkt, dass das Asche war. Insofern: Gelernt habe ich was: So schlimm kann meine Fahrerei nicht sein. Das zu wissen, ist auch gut. Und Spaß gemacht hat es allemal.

Der angehende Fahrlehrer war anschließend etwas entspannter: Als ich auf der Rückbank saß und Marie fuhr, sagte er: „Ich finde das faszinierend, dass kein Unterschied zu merken ist. Wenn ich aus dem Fenster schaue, würde ich nicht vermuten, dass jemand das Auto nur mit den Händen fährt.“

Darauf der Chef-Fahrlehrer: „Sie sollen aber nicht aus dem Fenster schauen, sondern hierher! Aber ich gebe Ihnen Recht: Wenn jemand viele Jahre so fährt, merkt man keinen Unterschied mehr. Und wir wollen an der nächstmöglichen Stelle links abbiegen!“

Marie blinkte links, bog ab. Kaum waren wir über den Rad- und Fußweg, stieg der Fahrlehrer in die Bremsen. „Einbahnstraße!“ – Marie widersprach: „In 100 Metern stand da. Die Einfahrt zum Supermarkt ist aus dieser Richtung frei.“ – „Ja, aber da wollen wir doch nicht hin.“ – „Das weiß ich doch nicht. Sie haben ’nächste Möglichkeit‘ gesagt, und das ist die nächste Möglichkeit.“ – „Sie sind sehr spitzfindig, oder?“ – „Hm. Weiß ich nicht.“ – „Dann wenden Sie mal.“ – „Ich würde jetzt einmal über den Parkplatz fahren.“ – „Ist verboten. Sie dürfen einen Parkplatz nur zum Parken befahren, nicht zum Wenden.“

Oh. Wusste ich auch noch nicht. Was ist denn, wenn ich auf dem Parkplatz merke, dass ich mein Geld vergessen habe und dann umkehre? Die Frage habe ich natürlich nicht gestellt. Also kurbelte Marie das Auto in einer engen Straße acht Mal hin und her, statt einmal eine Runde über den Parkplatz zu drehen.

Einen hatten wir noch: Links abbiegen auf einer großen Kreuzung. Wir standen vor dem aufgemalten weißen Kreuz mitten auf der Kreuzung. Der Gegenverkehr bekam Rot und für uns leuchtete der grüne Pfeil auf. Der sogenannte Räumpfeil, der uns anzeigt, dass wir fahren dürfen. Marie gab Gas. Der Fahrlehrer stieg voll in die Eisen. Der Hintermann fuhr fast drauf. Der Fahrlehrer zeigte auf einen Radfahrer, der mit hoher Geschwindigkeit auf dem Radweg an die Kreuzung herangeprescht kam. „Den hab ich gesehen, aber der hat Rot, wenn ich einen Räumpfeil eingeblendet bekomme.“ – „Das mag sein, aber Sie müssen mit dem Fehlverhalten anderer rechnen.“ – „Ja, das kann ich doch aber immer noch vor der Radfahrerfurt, wenn der wirklich rüberprescht.“ – „Nee, dann knallt Ihnen vielleicht einer hinten rein und schiebt Sie auf den Radfahrer. Besser hier warten.“ – Der Radfahrer bremste scharf und hielt an der Ampel, der Querverkehr bekam grün und wir standen regelkonform mitten auf der Kreuzung. Und die hinter uns auch. Die Autos schlängelten sich um uns herum, zeigten uns Vögel, Scheibenwischer und andere Gesten – und jetzt hätte nur noch gefehlt, dass der Fahrlehrer anmerkt, dass man nur in die Kreuzung einfahren darf, wenn man sie auch sicher vollständig überquert.

Okay. Das klingt nach viel Gemecker. Soll es gar nicht sein. Auch Marie fand die Fahrstunde am Ende gut. Weil auch sie den Eindruck hatte, sie macht nichts Gravierendes falsch. Und das war es ja, was wir wissen wollten. Bleibt nur zu hoffen, dass das Sicherheitstraining noch ein paar Neuigkeiten für uns bereithält.