Heini, Bärbel, Aschenbrödel

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Bei kaltem Wetter wird mehr gekuschelt. Deswegen werden ja auch in den Monaten Juli, August und September in Deutschland die meisten Kinder geboren. Einen kleinen Kick gibt es nochmal mit den ersten Frühlingsgefühlen, aber ansonsten ist die stimmungsvolle Zeit vor Weihnachten und kurz danach diejenige, in der die meisten Kinder gezeugt werden. Das bedeutet auch: Jemanden, der aus eher peinlichen Gründen die Notaufnahme aufsucht, wird man am ehesten in dieser Zeit dort antreffen.

Nun arbeite ich derzeit nicht in der Notaufnahme und bin damit schon gar nicht für gynäkologische oder urologische Notfälle zuständig. Worum ich, ehrlich gesagt, auch nicht traurig bin. Allerdings gibt es weniger spektakuläre Notfälle oder auch Entscheidungen, die durch die aktuelle Auslastung der Notaufnahme begründet sind. Oder auch Menschen, die sich selbst nicht als Notfall einschätzen und eher in eine fachspezifische Ambulanz gehen.

Eine Kinder-Ambulanz haben wir nicht, Kinder werden bei uns nur mit Einweisungsschein oder als Notfall aufgenommen. Alle anderen müssten wir eigentlich wieder wegschicken. Es sei denn, dass es unzumutbar ist, zum Notdienst zu laufen oder bis zum nächsten Werktag zu warten.

Mein Wochenend-Nachtdienst hat gerade begonnen, ich kümmere mich gerade um ein Mädchen, das sich bei bestehender Mukoviszidose noch einen fiebrigen Atemwegsinfekt eingefangen hat und vom ärztlichen Notdienst eingewiesen worden ist. Ich bin gerade mit der Aufnahme fertig, als mein Melder losgeht. Ich rufe zurück, flitze zum Aufzug, stehe drin, die Tür schließt sich, als in letzter Sekunde eine ältere Dame ihren Stock dazwischen hält. Die Tür geht wieder auf. „Heini, kommst du?“ – Heini ist noch nicht in Sichtweite. Die Dame grinst mich an. „Heini hat sich mal wieder festgequatscht.“ – „Können Sie bitte den nächsten Aufzug nehmen? Ich muss dringend zu einem Notfall.“ – „Wie bitte?“ – „Rein oder raus. Aber nicht den Aufzug blockieren, bitte.“ – „Heini kommt gleich.“ – „Ich muss zu einem Notfall. Geben Sie bitte die Tür frei.“ – „Ach, das hab ich nicht verstanden. Heini, komm schnell! Die Schwester muss zum Notfall. Heini!“

Heini kommt angetrottet. Dreht sich nochmal um. „Jetzt mal ein bißchen zackig!“, sage ich und klatsche in die Hände. Heini guckt mich mit bösem Blick an: „Würden Sie nicht im Rollstuhl sitzen, hätte ich Ihnen das aber jetzt übel genommen. Wieso scheuchen Sie mich so?“ – „Ich muss dringend zu einem Notfall und Sie blockieren den Aufzug.“ – „Na na, der Aufzug ist aber für alle da! Aber warum haben Sie das denn nicht gesagt?“ – „Hab ich, vier Mal.“ – „Bärbel, sie sagt, sie muss zum Notfall.“ – „Wird schon nicht so schlimm sein.“ – What? Die Aufzugstür öffnet sich. Bärbel steht im Weg. Bevor sich die Tür wieder schließt und ich noch eine Ehrenrunde durch das ganze Haus drehe, schiebe ich Bärbel sanft zur Seite und motze: „Aus dem Weg jetzt mal! Sie sind jawohl nicht ganz dicht.“

Nun war der Notfall kein lebensbedrohlicher, aber trotzdem: Das hat mich insgesamt locker zwei Minuten Zeit gekostet. Und solche Arroganz konnte ich noch nie leiden. Im Behandlungsraum war ein junges Paar. Sie ist vermutlich gerade volljährig oder knapp davor, er laut Gesundheitskarte gerade Sweet Sixteen. Er weinte, hatte Schmerzen, stand relativ unentspannt im Raum, sie umsorgte ihn wie eine Mama. Und eindeutig sie war es auch, die den Hut auf hatte. Ich fragte ihn, was sein Problem sei. Ihm war alles nur noch peinlich und er weinte nur. Es war kein Ton aus ihm herauszubekommen. Seine Freundin: „Wir waren im Bett und seine Vorhaut ist zu lang und zu eng, wie wir jetzt wissen.“

Da sollte man jetzt nicht zu lange warten, zumal sie ja nun auch, trotz Anfahrt mit dem Taxi, etwas länger unterwegs waren. Ich war schon auf weniger schöne Bilder gefasst, aber es sah erstmal halb so wild aus. Ich will das jetzt auch nicht unnötig ausschmücken, nur die Tatsache, dass sein bestes Stück sonst immer völlig bedeckt ist, macht bestimmte Stellen natürlich extrem empfindlich, wenn es dann mal gerade nicht so ist. Bevor ich einen Facharzt anpiepen musste, war alles schon wieder in Ordnung. Mit viel Gel und zwei, drei Handgriffen war das akute Problem erstmal behoben. Und augenblicklich ging es ihm auch wieder besser. „Hast du mich noch lieb?“, fragte er als erstes seine Freundin. Oh jee!

Direkt danach ein sechsjähriger Junge mit aufgeschlagenem Kinn. Gestolpert und auf eine Eckbank gefallen. Blutet heftig. Die Zähne sind aber noch alle drin. Mit fusselnden Papiertaschentüchern in der Wunde herumzudrücken war vielleicht nicht die schlaueste Idee, aber wir haben es wieder hinbekommen. Und der junge Mann war ganz tapfer.

Um halb zwei, ich will mich gerade für einen Moment hinlegen, kommt der nächste „Notfall“ aus der Kategorie, die man sonst nicht alle Tage hat und dafür heute doppelt. Obwohl – das Paar war ja vor Mitternacht dran. Das zählt also nicht zum selben Tag. Ein weiblicher Teenie, Aschenbrödel nenne ich sie mal für meinen Blog, vierzehn Jahre alt, unten eine Schlafanzughose und eine Jogginghose, oben ein Schlafanzug-Oberteil und eine Daunenjacke. Und eine Plüschmütze. Ist aus dem Fenster geklettert. Mama und Papa schlafen zu Hause. Sie sollen nichts erfahren. Die Krankenkassenkarte hat sie in ihrer Geldbörse.

Auf meine letzte Anmerkung, dass ich gerne Kommentare lese, habe ich neben vielen Gratulationen und tollen technischen Anregungen für meinen Blog auch den Hinweis bekommen, dass ich es manchmal zu wenig konkret für kommentierfreudige Menschen mache. Auch wenn ich mein Tagebuch in erster Linie für mich schreibe …

… stelle ich heute mal folgende Prüfungsfragen: 1. Dürfen Sie das Kind behandeln, ohne dass die Eltern dabei sind und ohne dass Ihnen ein schriftliches Einverständnis vorliegt? 2. Dürfen oder müssen Sie die Eltern informieren, oder verstoßen Sie damit gegen Ihre Schweigepflicht? 3. Dürfen Sie das Kind (nach der Behandlung oder davor, falls Sie diese ablehnen) durch die dunkle Nacht alleine wieder nach Hause gehen lassen oder müssen Sie die Eltern verständigen? Viel Spaß!

Der Grund für ihren Besuch war eine verschwundene Haselnuss, vermutlich vom „bunten Teller“. Nicht der Stubenhase hat sie gefressen, sondern eher der Stubentiger. Ich schmücke auch das nicht weiter aus, und es war auch hier am Ende ziemlich harmlos. Hätte sie sich in die warme Badewanne gelegt (okay, das ist um halb zwei in der Nacht vielleicht mit etwas Radau verbunden), und sich mal völlig entspannt, wäre das Ding wohl ganz von selbst wieder rausgekommen. Zum Glück war es nur eine Haselnuss und keine drei, insofern stimmt der Name Aschenbrödel nicht ganz.

Ihr war das so unangenehm, dass sie mich beim Sprechen zuerst nicht ansehen wollte. Sie erzählte mir erst, sie habe sich aus Versehen draufgesetzt. Ich werde ja nicht gerne angelogen. „Du musst mir nicht sagen, wie es passiert ist“, sagte ich und streichelte ihren Arm. Sie murmelte: „Wahrscheinlich wissen Sie es sowieso.“ – „Genau. Ich vermute mal, du konntest nicht einschlafen. Du musst dir aber keinen Kopf machen, du bist nicht die Erste und auch nicht die Letzte, die mit so einem Problem hier auftaucht. Andere Leute probieren auch mal was aus.“

Nicht prüfungsrelevant: 4. Isst du gerne Haselnüsse und wieviele liegen noch auf deinem „bunten Teller“? 5. Würde dein Kind aus dem Fenster klettern und ins Krankenhaus laufen oder mit allen Problemen zu dir kommen?

Der 60. Geburtstag meiner Mutter

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Genau 10 Jahre ist es heute her, dass ich mit dem Bloggen begonnen habe. 10 Jahre! Eine lange Zeit.

Damals war ich 16 Jahre alt, lag in einem Krankenhaus und war ziemlich übel zugerichtet. Ich wurde auf dem Schulweg von einem Auto geknutscht und bin geflogen. Zuerst über den Asphalt, dann mit einem Heli – und ein paar Wochen später zum ersten Mal aus dem Rollstuhl, weil sein Vorderrad sich im Schnee verhedderte.

Damals hatte ich Stress mit meiner Muddi. Sie konnte nicht begreifen, dass ich nicht lange aus dem Krankenhaus durfte, auch nicht, wenn sie ihren 50. Geburtstag feiert und mich gerne dabei gehabt hätte.

Inzwischen bin ich 26 Jahre alt, arbeite in einem Krankenhaus und fühle mich sehr gut. Mein Rollstuhl ist mein ständiger Begleiter, und er macht einen guten Job. Ich glaube, dass ich diese Veränderung in meinem Leben inzwischen völlig verarbeitet habe. Die deshalb begonnene Psychotherapie habe ich erfolgreich abgeschlossen. Zu meiner Mutter habe ich seit Jahren keinen Kontakt mehr, mein Vater ist inzwischen verstorben.

Ich hoffe, dass vor allem meine Haut und meine Blase noch lange gesund bleiben. Das sind die beiden, die in Verbindung mit einer Querschnittlähmung am häufigsten Probleme machen. Mein Herz-Kreislauf-System trainiere ich gut, da mache ich mir weniger Sorgen.

Eine Sache hat sich nicht verändert, wenn man von einer zwischenzeitlich erzwungenen Unterbrechung mal absieht: Ich blogge noch. Und inzwischen wurde mein Blog über 6,7 Millionen Mal aufgerufen.

Davon alleine über 125.000 Mal im letzten Monat. Pro Tag kommen aktuell wieder rund 5.000 Besucherinnen und Besucher auf meine Webseite. Manche Tage eintausend weniger, manche Tage auch noch mehr. Nur kommentiert wird nicht mehr so häufig wie früher. Obwohl ich nach wie vor gerne Kommentare lese.

Leider wird die Plattform, die ich 10 Jahre lang genutzt habe, nicht mehr so betreut wie ich es gebrauchen könnte. Zum Beispiel kann ich keine Layout-Anpassungen mehr vornehmen, sondern nur noch posten. Auch aus diesem Grund habe ich mich entschieden, pünktlich zum 10. Geburstag meines Blogs mit diesem umzuziehen.

Bitte sagt mir, wenn etwas so gar nicht geht oder ich einen offensichtlichen Fehler beim Umzug gemacht habe. Ich konnte mir weder die inzwischen über 1.040 Beiträge noch die über 10.000 Kommentare alle nochmal durchlesen; ich hoffe allerdings, dass alles gut transferiert wurde.

Insofern: Nehmt euch ein Glas Sekt und stoßt mit mir an! Prost!

101 mal gesucht

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Ich habe mir mal wieder 101 Suchbegriffe, die Leserinnen und Leser hierher gespült haben, auswerfen lassen und mir so meine Gedanken dazu gemacht.

1. ab wann ist man erwachsen
Auf dem Papier ab 18 Jahren, in der Realität manchmal erheblich später.
2. abführzäpfchen vor schwimmbad
Keine gute Idee.
3. als mann nackt in der jeans sexy
Kommt drauf an, aber allemal besser als in einer Unterhose mit Sägefisch-Motiv.
4. am strand zelten
… ist meistens nicht erlaubt. Aus Gründen.
5. anderes wort für einst
Früher.
6. apfelmus einfrieren
Im Gefrierbeutel kein Problem.
7. aus versehen laut gepupst
Soll vorkommen, hab ich gehört.
8. aus versehen leise gepupst
Soll auch vorkommen.
9. badesee pinkeln alle rein
Alle wohl nicht, aber einige wohl schon.
10. bea hat das handy aus
Dann möchte Bea wohl nicht gestört werden.
11. behinderte ausleihen party
Alles klar bei dir?
12. behindertenfick strafbar
Nur, wenn jemand nicht zugestimmt hat.
13. beide eltern braune augen kind blaue fremdgegangen
Nein, ein Kind braunäugiger Eltern kann blaue Augen haben.
14. beim fernsehen einfach pupsen
Von mir aus kannst du beim Fernsehen machen was du willst.
15. beim orgasmus unangenehm pipi
Kann es sein, dass du gesquirtet hast?
16. birkenstock quietschen beim laufen
Ölen?
17. bist du nackt in der badewanne
Ja.
18. bist du sexy
Ich finde schon.
19. damenbinden besser als tampons
Das muss jede Frau selbst wissen. Ich finde Tampons besser als Binden.
20. darf ich dich was fragen
Nur zu.
21. darf ich mit unterhose duschen
Wer sollte es dir verbieten?
22. darf man in deutschland seine cousine heiraten
Soweit ich weiß, ja.
23. du bist nicht du wenn du untervögelt bist
Das stimmt.
24. du hältst jetzt deine schnauze
Ich sage ja gar nichts.
25. du hast eine meise
Derzeit ist keine im Garten. Es ist einfach schon zu kalt.
26. du kannst ja nichts dafür
Ich sowieso nicht.
27. du parkst wie eine wurst
Wie parkt denn eine Wurst?
28. endoskop baumarkt darmspiegelung
Lass es.
29. fachwort für zwanghaftes nasebohren
Rhinotillexomanie.
30. falsche freunde aussortieren
Das ist immer ratsam.
31. freundin trägt gerne pampers
Soll vorkommen. Stört es dich?
32. furzen beim essen
Finde ich jetzt nicht so lecker.
33. furzt du nachts im bett
Ja.
34. gäbe es eine möglichkeit
Immer.
35. gut küssen wichtig
Für mich ja.
36. hallo jule ich lebe noch
Ja, moin, das ist fein!
37. hast du ein pinkes stethoskop
Nein, aber ich weiß, dass das bei einigen Mädchen gerade der Renner ist.
38. hast du einen vorhang vor der badewanne
Nein.
39. heizung nicht angestellt ich friere
Tja, da weiß ich auch nicht, was man da machen könnte.
40. hört ihr es hat gegongt
Sowas nennt man akustische Halluzination.
41. ich drücke dir die daumen
Danke!
42. ich leihe dir geld
Nochmal danke, ist aber gerade nicht nötig.
43. ich muss ganz dringend pipi
Im Bad gibt es so eine weiße Keramikschüssel, da kann das rein.
44. im neoprenanzug bekomme ich gefühle
Viel Spaß.
45. im notfall aa in die windel
Das ist eine ziemliche Schweinerei.
46. jule findet marie sexy
Marie ist sexy.
47. jule in wirklichkeit busfahrerin
Ich hatte tatsächlich mal einen Kleinbus.
48. jule kommt aus dem schwarzwald
Das ist jemand anderes.
49. jule stinkt
Nö.
50. kann ein pferd schwimmen
Ja.
51. kann ich frische champignons essen
Wenn du sie verträgst und keine Allergie hast, wüsste ich nicht, was dagegen sprechen sollte. Aber bitte nicht ungewaschen.
52. kann ich singen
Sing mal.
53. kann jemand mit einem iq von 45 sprechen
Ja, eine Bekannte von mir hat einen IQ von 45. Ist sehr nett, sehr hübsch, kann aber keine Uhr und scheitert an ihren Schnürsenkeln. Weiß aber schon vor der Begrüßung, wie es dir gerade geht.
54. kann man in der ostsee baden
Ein wenig zu kalt im Moment, würde ich denken.
55. kannst du mir einen witz erzählen
Okay, noch einen gemeinen Behindertenwitz: Was machen siamesische Zwillinge im Sportunterricht? Ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
56. können hummeln fliegen
Sagen wir mal so: Sie heben ab und sie landen wieder. Ob sie dorthin wollten, weiß man immer nicht so genau.
57. können kinder asthma kriegen
Ja, viele Kinder haben Asthma.
58. können querschnittgelähmte sex haben
Meine Lieblings-Dauerbrenner-Frage. Die Antwort lautet: Ja.
59. liliputaner korrektes wort
Kleinwüchsiger Mensch.
60. machen viele mädchen in ihre badesachen
Im Freibad hoffentlich weniger als im Meer.
61. mädchen können rülpsen
Das stimmt.
62. magst du polenböller
Nein.
63. masturbieren bei erkältung
Wenn dir danach ist …
64. mein freund fährt gerne im rollstuhl
Meine beste Freundin macht das auch. Jeden Tag.
65. mein tampon geht nicht rein
Schön vorsichtig sein. Tu dir nicht weh.
66. mein trainer möchte sex und ich bin 17
Und was möchtest du?
67. meine eltern sind endlich volljährig
Glückwunsch!
68. meine freundin und ich machen gerade petting
Nee. Du tippst am Computer.
69. mit 18 schon volljährig
Auf dem Papier schon, in der Realität oft nicht.
70. mitschülerin und ich schmusen in der umkleide gibt es ärger
Wenn ihr den Unterricht verpasst, ja. Sonst eher nicht.
71. nackt im eigenen pool verboten
Wer verbietet das?
72. onanieren masturbieren unterschied
Streng genommen beschreibt ‚masturbieren‘ die geschlechtliche Selbstbefriedigung und ‚onanieren‘ den unterbrochenen Geschlechtsverkehr. Die Bibel erzählt, wie Onan mit einer Frau schläft, jedoch außerhalb auf den Fußboden ejakuliert und deshalb von Gott getötet wird (Genesis 38.9).
73. penis eingipsen
Nee, das geht nicht.
74. pferd furzt beim reiten
Das machen die doch oft.
75. pipi gemeinsame badewanne
Euer ganz spezieller Badezusatz?
76. querschnittgelähmt grad 3
Das kenne ich nicht.
77. raclette im puff
Feierst du Silvester im Puff?
78. radhose mit oder ohne unterhose
Ohne!
79. rollstuhl mieten
Es gibt bestimmt Sanitätshäuser, die einen verleihen. Dürfte vermutlich der letzte Heuler sein.
80. sally oben ohne gesehen
Ich noch nicht.
81. sauberstoffsättigung nachts 85
Das ist viel zu niedrig. Ab zum Arzt!
82. schienbein blut abnehmen unsinn
Nein, kein Unsinn.
83. schulpraktikum im puff machen
Den Vorschlag kannst du deinem Lehrer ja mal machen.
84. vor magenspiegelung zähne putzen
Ja.
85. wann darf man hupen drücken
Meine Hupen darf niemand drücken.
86. wann kommt dhl
Bei mir meistens so um die Mittagszeit.
87. wann macht penny auf
Keine Ahnung, dort kaufe ich selten ein.
88. warum ist sprit so teuer
Spekulatius, nä?
89. was bedeutet käsiger verfall
Das gibt es zum Beispiel bei Tuberkulose.
90. was ist eine otholite
Otolithen sind kleine Steine, die sich bei Wirbeltieren im Innenohr befinden und dort für die Wahrnehmung von Beschleunigung und Verzögerung des Körpers zuständig sind.
91. was ist supra reanimation fernsehen
Suprarenin ist synthetisch hergestelltes Adrenalin.
92. wenn die party eskaliert
… schickst du deine Gäste nach Hause.
93. wer bin ich
Sag du es mir.
94. wer hat meine telefonnummer
Ich nicht.
95. wespe im glas notarzt
Wenn sie bereits in den Mund oder Rachen gestochen hat, ist das nicht verkehrt. Solange sie aber noch im Glas ist, gibt es eine einfachere Lösung des Problems: Nicht trinken!
96. wie findest du knackige männer
Knackig.
97. wie fühlt sich eine leiche an
Kalt. Und durch die ungewohnt kalte Haut fühlt sich diese häufig sehr samtig an.
98. windeln im neoprenanzug sinnvoll
Im Trockenanzug macht das Sinn. Im Nassanzug nicht.
99. wird jemand mit schneewittchen syndrom gerne als baby behandelt
Vom Schneewittchen-Syndrom spricht man, wenn eine Mutter neidisch auf ihre Tochter ist und die Tochter dann, um die Mutter nicht unglücklich zu machen und weiter von ihr geliebt zu werden, ihren (externen) Erfolg abwendet, nicht mehr auf ihr Aussehen achtet etc. Gemeint ist hier vermutlich das Aschenputtel-Syndrom (oder Cinderella-Syndrom), bei dem vorwiegend junge Frauen mit ihrer Unabhängigkeit überfordert sind und sich in eine behütete Atmosphäre (zurück) sehnen.
100. wo ist jule
Hier!
101. wohin kommt der pokal?
Du könntest ihn ins Regal stellen. Oder ins Gästeklo. Je nachdem.

Tausend

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Sonst habe ich ja häufig die Schnapszahlen hervorgehoben. Aber die Tausend? Die ist schon eine Erwähnung wert. Finde ich. Auch ohne Schnaps. Tausend. Tausend Mal gepostet.

Die meisten Statistiken (welcher Beitrag wurde am häufigsten geklickt etc.) werden ja fortwährend in der rechten Spalte angezeigt. Wenn ich also etwas Neues berichten will, muss ich wohl auf die unveröffentlichten Statistiken aus dem Hintergrund zugreifen. Also:

Seit Beginn wurde mein Blog mehr als 6,2 Millionen Mal angeklickt. Und während in den ersten Tagen kein einziger Besucher auf meine neue Seite kam, waren es im ersten Monat immerhin schon gleich über 13.000 Klicks. Also rund 500 pro Tag. Im April 2012 (als mein Blog zum Besten Deutschen Blog bei „The BOBs“ gekürt wurde), klickten im Monat fast 150.000 Leute auf meine Seite. Drei Monate später waren es nur noch rund 70.000 Klicks, der Ansturm hatte sich etwas gelegt. Im Juni 2015 waren es aber immerhin wieder 142.000 Klicks, die mich erreichten, bevor ich meine Pause machte.

Aktuell wird meine Seite rund 95.000 Mal pro Monat angeklickt, an einem Beitragstag durchaus knapp 5.000 Mal, an anderen Tagen entsprechend weniger. Die meisten Leserinnen und Leser kommen übrigens aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aus den Vereinigten Staaten, aus Russland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Niederlande und Schweden.

Und es scheint sehr gezielt nach mir gesucht zu werden: Die zehn häufigsten Suchanfragen sind derzeit: „Jule Stinkesocke“, „Jules Blog“, „Jule Stinkesocke Blog“, „Stinkesocke Blog“, „Jule Socke“, „Jule Blog“, „Jule-Stinkesocke“, „Jule Stinke“, „Jule Rollstuhl Blog“ und „Rollstuhl Stinkesocke Blog“.

Wer nicht direkt nach mir sucht, sucht: „Behindertenwitze“, „Fiese Witze über Behinderte“ oder … ähm … „Windelgeschichten“. Oder nach über 1.000 anderen Dingen.

Zum Beispiel nach folgendem Wortlaut: „Eine Person im Rollstuhl schafft es nach dem Überqueren der Straße nicht, mit dem Rollstuhl den Bordstein zu überwinden, um den Gehweg zu erreichen. Wie verhalten Sie sich?“ – Für einen Moment habe ich überlegt, ob das wirklich eine Prüfungsfrage ist. Habe recherchiert und herausgefunden, dass diese sogar mit 4 Fehlerpunkten bestraft wird, wenn man was falsch macht. Richtig wäre, zumindest offiziell: Warnblinker an, aussteigen, helfen.

Falsch wäre gewesen: „Ich hupe und fahre um die Person herum.“ – Also wäre ein Kumpel von mir, den ich wirklich sehr schätze, durchgefallen. Der würde hupen, das Fenster öffnen und pöbeln: „Kann der Behinderte mal zackig die Straße frei machen?“

Tausend. Nein, hätte ich vor zehn Jahren nicht gedacht. Und keine Angst: Der eintausenderste Beitrag ist schon fast fertig.