Elternabend

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Ich war kürzlich beim Elternabend. Ich hätte nicht vermutet, dass ich so schnell einmal selbst zum Elternabend gehen würde. Der letzte fiel krankheitsbedingt komplett aus, zum allerersten dieses Schuljahres war Marie dort, da waren allerdings nur fünf weitere Personen vor Ort. Dieses Mal musste Marie arbeiten, also war ich vor Ort. Helena war spürbar verunsichert an dem Nachmittag davor, ich fragte sie noch, ob wir vorher noch über irgendwas reden wollen, aber sie sagte: „Das Schwierige ist, dass ich nie so genau weiß, ob ich alles richtig gemacht habe.“

Ich erklärte ihr dann nochmal, dass sie nicht alles richtig machen muss. Sondern dass sie ein gutes Gewissen und ein gutes Gefühl mit dem haben sollte, was sie tut. Und falls das einmal nicht so ist, sollte sie darüber sprechen und bereit sein, für die Zukunft etwas daran zu ändern. Sie sagte: „Aber manchmal denke ich, es ist alles gut, und dann kommt ganz plötzlich irgendwas auf mich zu, was doch nicht so gut war.“ – „Dass immer alles gut ist, kann dir niemand garantieren. Aber wichtig ist, und das sage ich gerne nochmal, dass du mit dem, was du tust, ein gutes Gefühl hast. Vertraue auf deinen Bauch, höre auf dein Herz, schalte deinen Verstand ein und sei offen für Kritik.“

Der Elternabend selbst war inhaltlich überschaubar. Es steht noch eine Klassenfahrt an. Fünf Tage wollen sie nach Bayern. Ein männliches Elternteil fragte tatsächlich, ob Helena nicht zur Klassenfahrt ihren Rollstuhl zu Hause lassen könnte, weil das doch die Möglichkeiten aller sehr einschränke. Ich musste darauf aber gar nicht reagieren, vor mir platzten schon drei anderen Müttern die Krägen. „Das ist doch nicht Ihr Ernst“, „Habe ich das wirklich gerade gehört?“ und irgendwas mit „Problem erkannt“ riefen sie durcheinander. Der Vater legte noch einmal nach: „Bevor sich alle so aufregen, möchte ich noch die Information liefern, dass das Kind zeitweilig auch ohne Rollstuhl zurecht kommt und damit offensichtlich steuern kann, wann es ihn braucht und wann nicht. Es wäre also für alle anderen 22 Schüler von Vorteil, wenn das eine Kind den während der Klassenfahrt mal nicht bräuchte und im Gegenzug alle 23 Kinder auf Berge klettern, Sommerrodelbahnen herabbrausen, ins Schwimmbad gehen und Sessellift fahren können, statt langweilige Museen anzuschauen und Abende in der Oper zu verbringen.“

Eine der beiden Lehrerinnen meldete sich zu Wort: „Ich bin entsetzt, einen solchen inakzeptablen Vorschlag unterbreitet zu bekommen. Noch dazu in Gegenwart der Pflegemutter, die auch noch selbst im Rollstuhl sitzt.“ – Nun lenkte er vom Thema ab: „Soweit ich weiß, gibt es doch zwei Pflegemütter. Und wenn ich mich richtig erinnere, saß die andere doch auch im Rollstuhl.“ – Ich konnte mich nicht mehr zurück halten und sagte: „Na, das ist ja ein Ding.“ – „Finden Sie auch, oder? Aber ich sage ja gar nichts, jede Zeit bringt ihre Veränderungen, und heute dürfen eben auch zwei Frauen zusammenleben und eigene Kinder haben.“

Okay. Er ist doof und will provozieren. Also lass ich das unkommentiert. Erschreckend finde ich, was solche Haltung der Eltern bei den Kindern auslöst. Oder anders: Kein Wunder, wenn Kinder mobben, wenn die Eltern ihnen eine derartige Intoleranz vorleben. Weil ich nicht antwortete, ergriff ein anderer Vater das Wort. Er sagte: „Selbst meine Eltern hatten noch was gegen Homosexualität. Sie haben die Musik von Elton John gerne gehört, bis sie herausgefunden haben, dass er homosexuell ist. Dann mochten sie ihn nicht mehr, weil er angeblich seine Songs mit schwuler Feder geschrieben hatte. Als meine Eltern so redeten, war mir klar, dass ich eine andere Generation bin. Aber dass Sie jetzt solche Ansichten vertreten, kann ich nicht verstehen. Ich habe nichts gegen Homosexualität und ich finde es toll, dass die beiden Frauen trotz ihrer Behinderung ein Kind aufgenommen haben, das offenbar selbst eine Behinderung hat. Darf ich fragen, wie lange Sie ein Paar sind?“

Ich sagte: „Wir sind seit Jahren sehr eng befreundet. Aber wir haben keine Beziehung miteinander.“ – Darauf fängt doch der Vater, der gerne 23 Kinder beim Bergsteigen hätte, zu lachen an und sagt: „Also die Lüge ist ja inzwischen auch ein legitimes Mittel, sich zu verteidigen.“

Was soll ich darauf erwidern? Die Lehrerin fährt mit ihrem Gesprächsprogramm fort, der Vater grinst sich einen und geht zwischenzeitlich drei oder vier Mal mit dem klingelnden Handy vor die Tür … ich habe selten zuvor jemanden so unsympathisch gefunden.

Am Ende sagte die Lehrerin, dass das Programm, das für die Klassenfahrt geplant sei, mit der Klasse und auch mit Helena besprochen worden sei und Helena offenbar sehr genau wisse, was sie könne und was nicht. Allerdings habe die Lehrerin Bedenken wegen des Diabetes und wünsche sich, dass eine Begleitperson, zum Beispiel Marie oder ich, mitfahren würden. Ich habe allerdings gesagt, dass ich davon ausgehe, dass sie die Woche ohne Hilfe auskommen wird und ich jederzeit bei Problemen erreichbar bin. Wir haben, seit die neue Pumpe da ist und seit sich das einigermaßen eingespielt hat, keine einzige Situation mehr gehabt, in der Marie oder ich irgendetwas unternehmen mussten. Wenn was zu unternehmen war, hat Helena das selbständig und richtig entschieden. Zwar meistens in Abstimmung mit Marie oder mir, aber es gab keine Situation, die Helena, wenn sie auf sich gestellt ist, nicht alleine bewältigt hätte. Von daher möchte ich eigentlich ganz bewusst darauf verzichten, sie zu begleiten.

Spannend fand ich dann noch, dass offenbar vor rund drei Wochen eine Gruppe aus vier oder fünf Schülern ein Video herausgebracht haben soll, in dem es um das Körpergewicht eines wohl übergewichtigen Schülers gehen soll. Es soll damit begonnen haben, dass die Mutter bei der Geburt gestorben sei, weil das Kind zu fett war. Die Eltern dieser Schüler seien mit der Schule im Gespräch, man wolle aber nunmehr alle informieren. Helena hat mir davon gar nichts erzählt. Wie sich später herausstellte, wusste sie davon gar nichts. Vielleicht müssen Marie und ich das positiv sehen, weil sie offenbar nicht mit den falschen Leuten zusammen war. Mich erschreckt aber einmal mehr, welche Übergriffigkeit unter den Jugendlichen stattfindet und scheinbar an der Tagesordnung ist.

Eulenspiegel

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„Quäle stets ein Tier mit Schmerz, denn es fühlt wie du den Scherz.“ – Diesen verballhornten Spruch hörte ich kürzlich von Jugendlichen, die versuchten, im Bus eine Fliege mit einem Feuerzeug anzukokeln. Der Busfahrer hat die Jugendlichen auf offener Strecke rausgesetzt, ob wegen der Tierquälerei oder aus Sorge, dass demnächst sein Bus brennt, weiß ich nicht. Vielleicht auch aus beiden Gründen.

Keinen Brummer, sondern einen lebendigen Hund hat der Überlieferung nach Till Eulenspiegel, der vor 700 Jahren lebte und in Mölln in Schleswig-Holstein senkrecht begraben sein soll, beim Bier brauen in einen heißen Kessel geworfen. Der Hund hieß Hopf, und der Bierbrauer hatte Eulenspiegel gebeten, Hopfen in die Braupfanne zu werfen. „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“, soll es damals geheißen haben. Eulenspiegel sollte lustig sein und nicht nur Majestät haben darüber gelacht: Der Spruch ist noch heute an der Tagesordnung.

Ich kam kürzlich in den Genuss, die allererste Folge einer Vorabendserie sehen zu dürfen, deren aktuelle Folgen noch heute im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden. Als sie gedreht wurde, waren die Charaktere überrascht, dass künftig auch Frauen im Streifendienst eingesetzt werden sollen. Kinder, wie die Zeit vergeht: Meine Halbschwester Emma ist in diesem Jahr zur Oberkommissarin befördert worden und hat damit einen höheren Dienstrang als alle Charaktere dieser Serie vor dreißig Jahren. Wertschätzung und respektvoller Umgang hätten enorm zugenommen, sagt sie. Die älteren Kollegen erzählten oft, dass es früher sogar Prügeleien unter den Beamten gegeben hätte, das Klima sehr viel rauer war. Schimpfworte wie „Arschloch“, „Neger“ und „Penner“ seien an der Tagesordnung gewesen. Das sei heute undenkbar und würde sofort sanktioniert.

Trotzdem gibt es Ausgrenzung und Dummheit noch immer. Es gibt noch immer Menschen, die glauben, Frauen sind nur dumm und können gut backen. Und Kinder gebären. Okay, Männer können meistens weder backen noch Kinder gebären. Irgendwie müssen wir uns ja unterscheiden. Homosexuelle sind eklig. Behinderte sowieso. Vor allem, wenn sie sabbern, brummen und inkontinent sind. Dass mir jemand nicht die Hand gibt, weil er denkt, er könne sich anstecken, kommt auch in 2019 noch vor. Nicht täglich. Und nicht häufig. Aber so etwas gibt es. Und ich muss weiter dagegen kämpfen.

Ich kämpfe. Zum Beispiel mit einem Blog, der über 7 Millionen Mal aufgerufen wurde. Aber ich kämpfe zum Glück nicht alleine gegen die Dummheit.

Anlässlich meiner doch rund umfangreichen Schilderungen über das Krankenkassen-Gutachter-Drama von Helena hatte ich einen recht umfangreichen Dialog mit einem Kumpel, den ich seit meiner Reha, also seit nun schon zehn Jahren kenne. Höheres Tier in einer Sozialbehörde, begleitet ehrenamtlich gerade eine junge Frau, die seit über einem Jahr versucht, einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen. Die Frau hat, wie Helena, eine leichte Cerebralparese, also eine Hirnschädigung, die die Motorik (nicht die geistige Leistungsfähigkeit, die junge Dame macht gerade Abitur) einschränkt. Sie benutzt für längere Strecken (so ab 700 Metern) ebenfalls einen Rollstuhl, spricht ein wenig undeutlich und hat erhebliche Schwierigkeiten mit der Feinmotorik, vor allem der der Hände. Sie schreibt in der Schule beispielsweise am Laptop. Ich selbst kenne die Frau nicht persönlich.

Hinzu kommen angeborene Fehlbildungen beider Hüftgelenke und eine Überreaktion auf Wasser: Sobald sie duscht, bilden sich Quaddeln am ganzen Körper. Außerdem reagiert sie allergisch auf Insektengift-Proteine, muss also ständig hochpotente Medikamente injektionsfertig mitführen, falls sie mal von einer Wespe gestochen wird und der Notarzt nicht rechtzeitig kommt.

Behinderung? Nö. Fehlanzeige. Das Versorgungsamt sagt: Das reicht nicht. Sie ist nicht so stark eingeschränkt, dass ihr Zustand in erheblichem Maße von dem eines gesunden Menschen ihres Lebensalters abweicht. Schließlich hat auch nur ihr Kinderarzt was dazu attestiert und kein Neurologe. Unser Haus-Gutachter kommt nach Aktenlage zu dem Ergebnis, es liege auch keine Hirnschädigung, sondern eine Entwicklungsretadierung vor.

Ich weiß noch, wie es mir ging, als mir mitgeteilt wurde, dass ich ein Vollpfosten bin. Wobei man mir ja eher gutmütig die Dinge attestiert hatte, die wirklich vorlagen. Retadiert war ich noch nie. Nicht mal auf dem Papier. Krüppel halt. Aber alleine diese Tatsache schwarz auf weiß zu lesen, hat mir damals schon gereicht.

Die junge Frau legt also Widerspruch ein und lässt sich brandaktuell von einer spezialisierten Kinderneurologin noch einmal von Kopf bis Fuß durchchecken. Legt ihr Hirn in eine bildgebende magnetische Röhre. Mit glasklaren Ergebnissen. Nix retadiert, sondern eine waschechte Cerebralparese. Reichte dem Amt wieder nicht. Dieses Mal sei die Abweichung zwischen dem (oberflächlichen und auf den Alltag bezogenen) Bericht des Kinderarztes und dem (fachlich bis in die tiefste Ebene abgegrenzten) Bericht der Fachärztin zu groß, von daher sei das alles unplausibel. Man setze alles auf Null und beauftrage einen externen Gutachter, einen niedergelassenen Neurologen, damit, das alles einzuschätzen.

Die junge Dame holt sich also schulfrei, muss einen handgeschriebenen Lebenslauf schreiben (kenne ich irgendwoher), taucht dort pünktlich auf und fährt, dem Rat ihres Rechtsanwalts folgend, natürlich nicht alleine dorthin, sondern nimmt eine Vertrauensperson mit. Bevor der Termin starten kann, kommt der Gutachter ins Wartezimmer und blubbert die junge Frau an: Schön, dass Sie eine Begleitperson mitgenommen haben, die bleibt aber draußen. Die Begutachtung führe ich nur unter vier Augen durch. Als die junge Frau darauf besteht, dass die Vertrauensperson sich bei der Untersuchung still in eine Ecke setzt und zuschaut, verweigert der Gutachter die Untersuchung und kündigt an, ihr im Gutachten eine „mangelnde Kompromissbereitschaft“ zu attestieren. Was die Behörde später als mangelnde Mitwirkung auslegen werde, mit dem Ergebnis, dass es weder einen Ausweis, noch eine Gleichstellung gebe.

Ähm ja. Wie, du willst nicht angegrapscht werden? Bist du etwa zu keinen Kompromissen bereit? Ein Totschlag-Argument aus der Sicht jedes Rambos, eine Disqualifikation mit Pauken und Trompeten aus der Sicht all jener, die Machtmissbrauch und Mobbing auch gegen den Wind riechen.

Das Glück der jungen Frau war wohl die Begleitung durch den Sozialrechts-Fuchs. Der hat die junge Frau, die nicht nur wegen der eigentlichen Begutachtungs-Situation unter großer Anspannung stand, sondern mit diesem Benehmen des Gutachters auch völlig überfordert war, ins Auto gepackt und ist mit ihr auf dem direkten Weg zu der Behörde gefahren, die das Gutachten in Auftrag gegeben hat. Frei nach dem Motto: „Hier bin ich. Begutachten Sie. Mitwirkung liegt vor. Maximal. Kopie der Akte, alle Befunde, handgeschriebener Lebenslauf: Alles dabei.“

Die Sachbearbeiterin an der Publikumsfront hat nach zwei Sätzen die Flinte ins Korn geworfen und das Gespann in die Chef-Etage geführt. Die junge Frau durfte daran teilhaben, wie ihr Begleiter und eine ältere Dame aus dem höhere Dienst der Behörde sich über den grundgesetzlich garantierten Anspruch auf rechtliches Gehör und den damit verbundenen Anspruch auf ein faires Verfahren austauschten und sofort derselben Meinung waren. Dass beide der Überzeugung waren, dass insbesondere in einem Widerspruchsverfahren der freie und gleichberechtigte Zugang zur Justiz eher überkorrekt berücksichtigt werden müsse, zumal Deutschland bei der Umsetzung der anerkannten UN-Forderung ohnehin defizitär sei.

Nach kurzer Wartezeit auf dem Behördenflur, in der die Beamtin den Gutachter anfunkte, ließ sie durchblicken, dass sie höchstpersönlich vor Jahren eine Anordnung verfügt hatte, die Begleitpersonen bei Gutachten ausdrücklich zulasse. „Solange die Begleitperson sich nicht ungefragt einmischt oder dort randaliert, sondern der Gutachter seine Arbeit machen kann, soll sie doch still in der Ecke sitzen. Ich würde meinen Mann auch nicht unbegleitet zum Doktor lassen, alleine schon, weil er immer nur die Hälfte versteht.“

Ende vom Lied: Die Frau hat die Antragstellerin im Namen der Behörde ausdrücklich für diesen Vorfall um Entschuldigung gebeten und ihr einen neuen Termin bei einem anderen Gutachter in Aussicht gestellt. Den kenne sie persönlich, dorthin würde sie auch gehen. Und sie habe ihn extra angerufen: Selbstverständlich dürfe jederzeit eine Vertrauensperson dabei sein.

Ich frage mich nun, was wohl passiert wäre, wenn der Sozialrechts-Fuchs nicht dabei gewesen wäre. Dann hätte der Gutachter wohl festgestellt, dass noch immer keine Behinderung vorliege. Wer so drauf ist, ist aus meiner Sicht als Gutachter untauglich. Machtspiele und die damit verbundene Ausgrenzung haben in fairen Verfahren nichts zu suchen!

Fand übrigens damals auch schon Till Eulenspiegel.

Tina

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Endlich mal wieder ein Vormittag, an dem ich nicht arbeiten muss. Marie hat ein Vorstellungsgespräch und ist unterwegs. Helena ist in der Schule. Sturmfreie Bude! Wow, was ich so alles tun könnte. Ich könnte splitterfasernackt zu viel zu lauter Musik durchs ganze Haus tanzen. Ich könnte mich im Latex-Outfit auf dem Küchentisch räkeln, das per Webcam ins weltweite Netz übertragen und dabei fünfhundert Euro verdienen. Ich könnte mir spontan Lukas nach Hause einladen, der übrigens ganz offensichtlich immer noch was von mir will, aber immer noch keinen Schritt weiter ist, und mal überprüfen, wie sportlich er ist. Irgendwann entführe ich ihn mal. Ob er der Richtige für etwas Dauerhaftes ist, weiß ich nicht. Vermutlich wird der Altersunterschied doch zu groß sein. Aber vielleicht gibt es was, was uns beiden Spaß macht.

Ich könnte nachschauen, ob jetzt eine Dauerwerbesendung läuft, dort für teures Geld anrufen, vom Hot Button ausgewählt werden und meine Tipps abgeben. Bei den gesuchten Tieren, die mit „S“ beginnen, würde ich auf Stirnlappenbasilisk, Schirmqualle, Samtstirnkleiber und die Seigauantilope tippen und mal eben 10.000 Euro gewinnen. Nicht 11.000 Euro, weil mir das Schwein nicht eingefallen ist. Ich könnte auch eine Actioncam in den Kühlschrank stellen und schauen, ob bei geschlossener Tür drinnen das Licht brennt. Oder sie für ein Live-Video eine Runde im Geschirrspüler mitfahren lassen.

Bevor ich meine Gedanken abschließen kann, klingelt mein Handy. Helenas Schule ist dran. Mein erster Gedanke: Stoffwechsel-Entgleisung. Wo bleibt eigentlich die bescheuerte Pumpe? „Könnten Sie gegen 10.00 Uhr in die Schule kommen? Wir müssen mit Helena und einer Mitschülerin ein Gespräch führen. Die Mitschülerin möchte, dass ihre Mutter dabei ist und hat sie bereits angerufen. Vielleicht wäre es gut, wenn Sie auch dabei sind.“ – „Worum geht es?“ – „Das würden wir dann vor Ort besprechen.“ – „Sagen Sie mir bitte ein Stichwort, ich möchte mich vorbereiten können.“ – „Es geht um eine Prügelei, in die Ihre Tochter verwickelt war. Und Prügeleien dulden wir hier nicht.“

What? Das sind ja mal ganz neue Lieder. Die kenne ich noch nicht. Wieso prügelt sie sich mit jemandem, wo sie selbst so viel Angst vor und so schlechte Erfahrungen mit körperlicher Gewalt hat? Wenn das überhaupt so stimmt. Einerseits kann ich mir nicht vorstellen, dass sie eine Klopperei anzettelt, andererseits gibt es ja die Beobachtung, dass Kinder, bei denen zu Hause die Probleme mit Gewalt gelöst werden (wurden), statistisch öfter die eigenen Probleme auch mit Gewalt zu lösen versuchen. Das wird ein schwieriges Gespräch, wenn das wirklich so stimmt.

Sie soll in der Schule das Handy still und außerhalb ihrer Hände lassen. Trotzdem: Warum bekomme ich von ihr keine Nachricht? Um 10.00 Uhr bin ich in der Schule, rolle zum Treffpunkt. Helena steht im Gang, mit dem Po an eine Fensterbank gelehnt und schaut ins Leere. Neben ihr steht ein anderes Mädchen, das ich noch nicht kenne, und eine Frau, die die Mutter sein könnte. In mir kommen Erinnerungen an meine Schulzeit hoch, die ich schnell verdränge. Helena guckt zu mir hoch, als ich einen Meter vor ihr bin. „Was machst du denn hier?“, fragt sie mich.

„Dasselbe wie du, vermutlich“, antworte ich. Und weiter: „Ich bin angerufen worden, ich soll bei einem Gespräch dabei sein.“ – Helena antwortet: „So ein Blödsinn.“ – „Wieso ist das Blödsinn?“ – „Das sind Tina und ihre Mama“, sagt sie und zeigt auf die beiden. Die Mutter gibt mir die Hand. Helena geht ein Stück weiter und winkt mich zu sich heran, beugt ihren Kopf zu mir runter und flüstert: „Die blöde Kuh kriegt gleich eine Packung. Aber sie ahnt es noch nicht. Ich habe ein As im Ärmel.“ – Danach gibt sie mir einen Kuss auf die Wange, lehnt sich wieder zurück und tut so, als hätte sie nichts gesagt. In welchem Film bin ich hier?

Ein Mann, um die 55, eher edel mit Anzug und Krawatte gekleidet, kommt schnellen Schrittes den Gang entlang, klimpert mit einem Schlüsselbund herum, gibt mir die Hand, gibt der anderen Mutter die Hand, stellt sich vor. „Schön, dass das so schnell geklappt hat und Sie die Zeit erübrigen konnten. Kommen Sie bitte mit.“ – Er führt uns in einen Konferenzraum. Helena lässt sich auf einen Stuhl fallen und macht einen eher desinteressierten Eindruck. Tina lümmelt sich lässig auf einen anderen Sitz, wird von ihrer Mutter angetickt und setzt sich mit genervtem Blick gerade hin.

Der Lehrer erklärt: „Tina hat sich heute an mich gewandt, weil sie von Helena körperlich angegriffen worden sein soll. Anlass soll eine Meinungsverschiedenheit gewesen sein. Tina wollte zuerst nicht sagen, worum es geht. Inzwischen hat sie eingeräumt, Helena darum gebeten zu haben, die Deutsch-Hausaufgabe abschreiben zu dürfen. Helena habe das abgelehnt und sie als Schmarotzerin bezeichnet. Bei dem darauf folgenden Wortwechsel sei Helena ihre Mitschülerin körperlich angegangen und habe sie mit roher Gewalt zu Boden gerungen. Tina habe sich danach auf ihren Sitzplatz zurückgezogen und sich am Ende der Stunde entschieden, zu mir zu kommen. Stimmt das so, Tina?“

Tina nickt. Der Lehrer sagt: „Wer möchte dazu etwas sagen?“ – Niemand sagt etwas dazu. Helena blickt ins Leere. Der Lehrer sagt: „Dann sag ich noch was dazu: Körperliche Gewalt lehnen wir ab. Jeder Schüler verpflichtet sich, an der Schule keine Gewalt auszuüben. Es steht im Raum, dass du, Helena, dagegen verstoßen hast. Es wäre gut, wenn du dazu was sagst.“ – Helena sagt nichts, schaut weiter ins Leere. Ich hole Luft, da sagt Tina: „Damit gibt sie es ja zu.“ – Helena antwortet: „Nö. Schweigen ist neutral. Und ich darf schweigen.“ – Tina lacht. Ich muss daran denken, wie mühsam es war, Helena zu vermitteln, dass sie nicht auf alle Fragen antworten muss und sie lieber schweigen als lügen soll. Ich versuche nur gerade herauszufinden, was Helena ausdrücken möchte. Ich sage: „So lächerlich finde ich das nicht, Tina.“

Der Lehrer sagt: „Es steht jedem Menschen zu, zu schweigen. Manchmal kann es aber sinnvoller sein, etwas zu sagen. Zum Beispiel, warum man etwas getan hat. Das kann dich ja auch entlasten. So müssten wir davon ausgehen, dass du körperlich übergriffig geworden bist und würdest sanktioniert werden. Das kann sogar dazu führen, dass du verwarnt und im Wiederholungsfall von der Schule verwiesen wirst. Und ins Zeugnis könnte das auch kommen.“ – Tina streckt Helena die Zunge raus. Helena sieht das nicht, sondern blickt weiter auf ihren Schoß und murmelt: „Dann ist das eben so.“ – So kenne ich sie überhaupt nicht. Sie war in den letzten Wochen, Monaten und auch heute morgen noch ganz anders. Irgendetwas musste passiert sein, was vermutlich alte Denkmuster hochgespült hat. Oder Erinnerungen. Warum mauert sie so? Warum ist ihr scheinbar alles egal?

„Dann wäre ja alles geklärt“, sagt Tina. Jetzt platzt mir aber gleich der Kragen. Ich habe ein „Nichts ist geklärt“ auf der Zunge, aber die andere Mutter fährt ihrer Tochter in die Parade. „Du bist unmöglich, Tina. Ich kann das Verhalten von Helena zwar auch nicht gut heißen, aber …“ – „Nun nimm du sie noch in Schutz“, faucht Tina dazwischen. Die Mutter antwortet: „Ich kenne dich, Tina. Was ist das für eine Geschichte mit den Hausaufgaben? Ich habe mir doch gestern deine Deutsch-Hausaufgaben angesehen. Ihr solltet doch eure Fehler in der Klassenarbeit berichtigen.“

Welche Klassenarbeit? Helenas Augen blicken einmal kurz in meine Richtung. Davon wusste ich nichts. Warum hatte sie mir die nicht gezeigt? War es eine schlechte Note? Verheimlichte sie mir die? Später. Eins nach dem anderen. Ich wollte gerade vorschlagen, dass ich mal fünf Minuten unter vier Augen mit Helena rede, da platzt es aus ihr heraus. Sie schreit fast: „Wenn du es nicht fertig bringst, was dazu zu sagen: Ich habe mich nur verteidigt und das ist nicht verboten.“ – Der Lehrer zuckt angesichts der Lautstärke zusammen und legt seine Hand beruhigend auf Helenas Arm. Helena zieht ihren Arm weg und schiebt nach: „Sorry, bin aufgeregt.“

„Wogegen verteidigt?“, fragt der Lehrer. Helena sagt: „Tina wollte mir nasse Papierfetzen von hinten unter mein Shirt stecken. Ich wusste nicht, was passiert und habe mit der flachen Hand hinter mich gefasst, ihr Gesicht zu fassen bekommen und sie von mir weggedrückt.“ – „Stimmt ja gar nicht“, sagt Tina. Helena schreit: „Stimmt doch. Und Frau [andere Lehrerin] kann es bezeugen, die stand nämlich im Flur und hat mir die nassen Fetzen wieder rausgeholt.“ – „Helena, schrei doch nicht so. Wir hören dir ja zu.“ – „Tschuldigung, das ist immer so, wenn ich aufgeregt bin. Das kommt von meiner Behinderung.“ – Tina fängt an, hämisch zu lachen. Bevor ich was sagen kann, sagt Tinas Mutter: „Ich muss mich doch sehr wundern.“ – Tina sagt: „Du glaubst ihr ernsthaft mehr als mir?“ – „Ja, Tina. Ich weiß, wann du lügst. Hast du das mit dem Papier gemacht oder nicht? Guck mich an.“ – „Nein.“

Der Lehrer sagt: „Ich schlage vor, wir holen Frau [andere Lehrerin] dazu. Das könnte ja etwas Licht ins Dunkel bringen.“ – Helena ist in Fahrt und antwortet: „Ich schlage vor, Tina zeigt, wie mutig sie sein kann, und macht mal reinen Tisch. Und erzählt dann auch gleich, dass sie sich immer vor allen über meine Behinderung lustig macht. Und ständig meinen [Insulin-] Pen versteckt.“ – „Das mach ich nicht.“ – „Nee, und was war neulich, als du ihn in der Hand hattest, als ich reinkam?“ – „Da hatte ich einen Stift gesucht und den aus Versehen verwechselt.“ – „Ja, ist klar, du hattest ja auch keine zehn eigenen Stifte dabei und musstest, wenn ich draußen bin, in meiner Federtasche wühlen und ausgerechnet den Pen rausnehmen. Spinn weiter.“

Tina holt Luft, aber die Mutter packt sie mit der Hand am Unterarm und faucht sie an: „Sag, dass das nicht stimmt.“ – „Natürlich stimmt das nicht.“ – „Es hätte mich auch gewundert. Mir wird aber gerade einiges klar. Ich glaube dir, Helena, und es tut mir sehr leid, dass ich meiner eigenen Tochter so in den Rücken fallen muss. Tina hat mir ein paar Mal zu Hause von dir erzählt. Aber eigentlich voller Bewunderung.“ – „Mama, das erzählst du hier nicht.“ – „Doch, Tina. Da musst du jetzt durch, und ich glaube, du wirst mir später dankbar sein dafür. Tina hat zu Hause mehrmals erzählt, dass eine neue Schülerin an der Schule ist, die eine Behinderung hat und sich auch selbst Spritzen geben muss und das alles total lässig kann. Sie hat total von dir geschwärmt und ganz viel im Internet nachgelesen über Zuckerkrankheit und sowas.“

Tina sitzt da und hat einen hochroten Kopf. Helena guckt die Mutter mit großen Augen an und fragt Tina: „Aber warum bist du dann so gemein zu mir?“ – Ich bin nur sprachlos. Tina offenbar auch. Ich fühle mich zurück erinnert an meine Schulzeit. In der ich ebenfalls mal in einem Gespräch saß mit einer Mitschülerin, die mich gemobbt hat, und ihren Eltern. Es ist fast wie ein Déjà-vu. Die Mutter sagt: „Ich glaube, sie konnte dir nicht sagen, wie sehr sie dich bewundert. Und vielleicht ist sie auch eifersüchtig auf dich. Tina ist schnell sehr eifersüchtig.“ – „Mama!“, brüllt Tina. „Du machst mich hier gerade vor allen Leuten lächerlich! Ich hasse dich!“

Tina will aufstehen und rausgehen, aber die Mutter hält sie fest. Der Lehrer sagt: „Damit habe ich jetzt so allerdings nicht gerechnet.“ – Helena steht auf, geht zu Tina, streckt ihr die Hand hin. Tina reagiert nicht. Helena sagt: „Ich würde dir eine zweite Chance geben. Wenn du dich entschuldigst.“ – So eine starke Geste von ihr. Ich muss fast weinen vor Rührung. Die Mutter schubst Tina an der Schulter an, sie möge sich einen Ruck geben. Tina guckt mit hochrotem Kopf auf ihren Schoß und sagt, ohne hochzugucken: „Du hast mich immer ignoriert.“ – What? Ich muss echt schlucken.

Ende vom Lied: Die Mutter nimmt Tina im Anschluss sofort mit nach Hause und möchte das mit ihr „nacharbeiten“. Sie hat sich bei Helena und bei mir entschuldigt. Tina sagt kein Wort mehr. Helena soll zurück in den Unterricht. Der Lehrer findet, es sei zwar sehr emotional gewesen, aber man habe wohl alles klären können, von daher sei es „am Ende des Tages“ gut gewesen, darüber zu sprechen. Wenn er meint … Ich bezweifle, dass das bei Tina geklärt ist. Und ich hätte mir gewünscht, dass Helena gleich was sagt und nicht erst schweigt. Vielleicht erfahre ich eines Tages nochmal, warum das so war.

Vor der Tür spreche ich sie auf die Deutsch-Klassenarbeit an. „Warum hast du sie mir nicht gezeigt?“ – „Ich habe sie Marie gezeigt. Du hattest gestern Spätdienst und als du mir gute Nacht gewünscht hast, hab ich es vergessen. Es ist eine Zweiminus.“ – Daumen hoch.

Maries drittes Stex

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Gute Nachrichten: Marie hat ihr drittes Staatsexamen bestanden. Und ist natürlich super happy. Ich freue mich auch über dieses schöne „Weihnachtsgeschenk“ für sie; Mama und Papa sind auch ganz aus dem Häuschen. Ein gutes halbes Jahr nach mir ist sie nun auch endlich fertig und kann sich nun demnächst für fünf bis sechs Jahre in einer Fachrichtung, vermutlich auch Kinder- und Jugendmedizin, fortbilden. Allerdings ist sie zunächst noch mit ihrer Dissertation beschäftigt, was vermutlich noch ein gutes Jahr dauern wird.

Sie sagt: „Ich überlege, ob ich zwischen den Festtagen mal bei meiner Grundschullehrerin vorbei fahre und klingele.“ – Sie hat sich damals dagegen ausgesprochen, dass Marie auf ein Gymnasium darf, sie hätte sie eher auf einer Körperbehindertenschule gesehen. „Meine Eltern haben an mich geglaubt und mich gefördert. Und ohne ihre Geduld hätte ich es nie soweit gebracht. Aber ich bin so froh, dass meine Eltern sich nicht von dieser Fehleinschätzung haben leiten lassen.“

Noch eine erfreuliche Nachricht: Die Stelle, die für die Feststellungen nach dem Schwerbehindertenrecht zuständig ist, hat sich gemeldet. Ich habe damit gerechnet, dass die uns den Antragseingang bestätigen und uns mitteilen, dass vor Ablauf von sechs Monaten nicht mit einer Entscheidung zu rechnen ist und es ein Eilverfahren gar nicht gibt. Stattdessen: Die Befunde, die Maries Mutter an den Antrag angehängt hat, waren wohl aussagekräftig genug. Und entweder war der externe Gutachter extrem schnell, oder es hat ein interner Gutachter zwei Flure weiter bearbeitet. Zwei Wochen (!) nach Antragseingang bewilligen sie für Helena einen Grad der Behinderung von 80, außerdem wegen der Zuckerkrankheit auch einen regelmäßigen erheblichen Hilfebedarf. Damit sind hier nun drei offiziell „hilflose“ Leute im Haushalt. Das heißt vor allem: Auch Helena darf künftig kostenlos mit Bus und Bahn fahren und auch eine Begleitperson kostenlos mitnehmen. Sehr schön!

Außerdem hat sie für Februar 2019 einen ambulanten Psychotherapie-Platz in Aussicht. Eine Probesitzung hat sie gemacht, sie war von dem Menschen sehr begeistert. Zwei weitere Probestunden sollen im Januar folgen, wenn dann die Chemie noch immer stimmt, könne sie voraussichtlich im Februar, mit wenig Glück erst im März oder April, beginnen.

Und an meinem Arbeitsplatz? Der Kollege, der ständig dafür gesorgt hat, dass die Betäubungsmittelbestände nicht mit den Büchern übereinstimmten, indem er regelmäßig vergessen hat, Entnahmen zu protokollieren, ist gefeuert. Ich kenne die Einzelheiten nicht, aber man munkelt, dass genau diese Problemlage ursächlich für die Kündigung gewesen sein soll. Ich hatte das Maries Mutter kürzlich auch erzählt, sie hatte das schon vorausgesagt: „Das ist nur noch eine Frage der Zeit. Das lässt sich kein halbwegs verantwortungsvoller Klinik-Chef lange gefallen.“ – Sie sollte Recht behalten.

Der andere Vogel, mein Lieblingskollege, der so gerne BHs öffnet und sich für die Farbe der Unterhosen meiner Kolleginnen interessiert, ist hingegen noch an Bord. Wir protokollieren mit mehreren Kolleginnen fleißig, und es ist interessant zu sehen, dass auch Kolleginnen, die sich (noch) nicht zum Protokollieren durchgerungen haben, bereits schwer genervt sind. Wir haben eine Ärztin mit Namenszusatz, also ein „von“ vor ihrem Nachnamen. Mein Lieblingskollege trabt über den Flur und sagt zu ihr: „Hallo Frau Baronin, wie empfinden Hochwohlgeboren denn das erlauchte Wetter vor der Tür?“ – Sie antwortet: „Hat jemand die Null gedrückt oder warum meldest du dich?“ – Wir werden das gesammelte Werk zum Jahreswechsel beim Klinik-Chef abgeben, als Anlage zu einer schriftlichen Aufforderung, dafür zu sorgen, dass sowas an unseren Arbeitsplätzen unterbleibt. So ist der Plan. Ich bin auf die Reaktionen gespannt und hoffe, dass wir danach unsere Ruhe haben werden.