Nicht doll, sondern Dell

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Pünktlich, quasi in letzter Sekunde, kam heute morgen mein Laptop aus der Reparatur zurück. Ich hatte mir vor knapp einem halben Jahr für die Schule ein Business-Notebook von Dell gekauft, bei einem Computer-Shop in der City (nachdem ich kurz zuvor bei einem Online-Versand und vom Dell-Kundendienst bereits derbe verarscht worden war).

Ich bin davon ausgegangen, dass ein Dell-Laptop mindestens zwei Jahre hält. Ich bin sehr sorgsam damit umgegangen, was man nicht zuletzt daran sieht, dass die Hochglanzoberflächen (ich verstehe nicht, wieso man ein Laptop mit kratzempfindlichen Oberflächen ausstattet) noch nicht einen einzigen Kratzer, geschweige denn eine Schramme oder andere Macken, hatten.

Nach etwa vier Monaten fing nun der Bildschirm laut zu pfeifen an, sobald die Helligkeit etwas reduziert war (wie bei Akkubetrieb üblich). Das Gehäuse knarzte laut im Bereich der Handauflage. Jeder Aldi-Laptop hätte eine bessere Figur abgegeben. Also habe ich zu Beginn der Hamburger Skiferien das Ding zurückgebracht.

Heute morgen kam es nun per DHL zurück. Als zusätzlicher Service hatte mir der Shop angeboten, es mir direkt von Dell zuschicken zu lassen, damit ich nicht extra nochmal in die City fahren müsste. Als ich es auspackte, stellte ich fest, dass das Problem mit der knarzenden Handauflage überhaupt nicht behoben worden war.

Dafür war aber wohl die komplette Bildschirm-Einheit gewechselt worden. Das jedoch scheinbar mit roher Gewalt, denn die kratzempfindliche Hochglanzfläche oberhalb der Tastatur hatte etwa 10 Zentimeter lange, tiefe Schramme abbekommen.

Nun ist Stinkesocke ja keine Dummesocke: Bei der Abgabe des Laptops habe ich mir schriftlich bestätigen lassen, dass es keine Kratzer hat und sonst in ordentlichem Zustand ist. Der Geschäftsinhaber guckte mich zwar an wie ein Auto und dachte vermutlich, ich wäre ein wenig beknackt, aber nach meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Dell-Kundendienst war es mir das wert. Den Namen und die Unterschriften habe ich verpixelt (zum Vergrößern bitte anklicken):


Natürlich habe ich den Karton in der WG vor Zeugen (Frank) geöffnet. Als ich das Ding wieder in den Laden brachte, staunte der Geschäftsführer nicht schlecht. Es wurde nun nochmals eingeschickt. Ich bin gespannt, ob es nun repariert wiederkommt (und das zerkratzte Gehäuseteil ausgetauscht wurde), oder nicht. Falls nicht, werde ich vom Kaufvertrag zurücktreten.

Mainhatten und Graffiti

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Zurück von einem Trainingswochenende in Frankfurt am Main sehe ich mit etwas gemischten Gefühlen der neuen Schulwoche entgegen. Am Mittwoch schreibe ich meine erste Klausur und das ausgerechnet in Mathematik und bei jenem Lehrer, der am liebsten dumme Sprüche austeilt. Noch eine kurze Kostprobe? Er sagt zu einer Mitschülerin, die besonders heftig Akne im Gesicht hat: „Seit ich Sie kenne, weiß ich, dass sich Hirn in Eiter verwandeln kann.“

Großartig. Vielleicht reifen meine Mitschülerinnen und Mitschüler ja irgendwann mal so weit, dass sie geschlossen rausgehen und nicht über diesen beleidigenden Mist noch lachen. Ich würde es mir wünschen.

Dafür war die Stimmung in Frankfurt aber um so genialer. Die Unterkunft war rollstuhlgerecht, selbst das Essen war gut. Von Frankfurt haben wir nicht sehr viel gesehen, außer einer Schwimm- und einer Sporthalle. Am Freitag bin ich gleich nach der Schule abgedüst, gerne hätte ich für meine Hausaufgaben bereits meinen Laptop gehabt, aber das lässt weiter auf sich warten. Noch am Freitagabend gab es nach dem ersten Kennenlernen (wobei sich viele jedoch schon von vorherigen Trainingslagern kannten, aus Hamburg waren diesmal Cathleen, Simone, Yvonne und Tatjana dabei) schon einen ersten Programmpunkt: Ein Zirkeltraining in einer Sporthalle. Ich bin noch nie so tot ins Bett gefallen wie an dem Abend.

Samstag begann mit Frühschwimmen, 90 Minuten noch vor dem Frühstück. Anschließend war Kraft- und Ergometertraining dran, abends fuhren wir 12 Kilometer im Rennrollstuhl auf einem Sportplatz. Während ich am Freitag eher durch die lange Fahrt und die Schulwoche erschöpft war, war ich Samstag körperlich an meiner Konditionsgrenze angelangt. Umso erstaunter war ich, dass wir am Sonntagvormittag nur noch lockeres Handbiken (also Fahrradfahren) auf dem Programm hatten. Um 12.30 Uhr war bereits wieder Abreise. Leider viel zu kurz für ein Wochenende mit total netten und witzigen Leuten.

Zu Hause angekommen traute ich meinen Augen nicht: Jemand hatte mit giftgrüner Farbe die Buchstaben VPCC auf meine Fahrertür gesprüht. Könnte man sich bitte mal an anderen Fahrzeugen vergreifen und nicht ständig an meinem? Das nervt! Kostenvoranschlag der Werkstatt: Rund 800 Euro.

Bleibt noch zu erwähnen, dass mein UMTS-Stick noch immer nicht da ist. Angeblich war der Versand ja am letzten Montag nochmal ausgelöst worden. Als ich heute nochmal wieder telefonisch nachfragte, bekam ich zu hören, dass der Stick seit etwa acht Wochen nicht lieferbar ist. Ist das nicht eine bodenlose Frechheit, mir seit Bestellung die Gebühren zu berechnen und dann auch noch felsenfest mehrmals zu versprechen, das Ding sei verschickt worden? Ich finde: Ja!

Viel Sand aus der Servicewüste

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Ich habe mich lange durchgefragt, viele Angebote verglichen, in einem Forum um Meinungen gebeten und mich dann endlich für ein Business-Notebook entschieden. Auf den ersten Blick sieht es gut aus, die Software funktioniert auch, aber leider ist im Bereich der Handauflagefläche (also dort, wo man seine Handballen auflegt, wenn man tippt) die Oberfläche völlig speckig und weißlich angelaufen. Nein, es handelt sich um ein nagelneues Gerät.

Also rief ich heute mittag beim Kundenservice an und schilderte das Problem. Davon habe man noch nie gehört, ob ich das Gerät schonmal gereinigt hätte. „Nein, natürlich nicht, ich habe es nur ausgepackt.“ Man verlangte, dass ich davon ein paar Fotos mache und an den Kundenberater schicke. Einen Moment später rief man zurück, dass diese Art von Schäden bisher nicht aufgetreten seien und man davon ausgehe, dass ich versucht hätte, das Gerät mit ungeeigneten Reinigungsmitteln (Spiritus) zu reinigen. Das sei ein unzulässiger Eingriff und damit seien auch die Garantieansprüche erloschen. Man könnte mir aber trotzdem einen Techniker vorbeischicken. Das würde mich 335,60 Euro kosten, davon rund 130 Euro Anfahrt, 35 Euro für die Vor-Ort-Reparatur (statt Mitnehmen und Wiederbringen), rund 55 Euro für den Techniker, der hier eine halbe Stunde zu schrauben hat, da für diese Fläche das komplette Laptop zerlegt werden muss. Das Ersatzteil kostet rund 62 Euro und dann kommt noch die Steuer drauf. Ja nee, ist klar.

Selbstverständlich habe ich nichts gereinigt. Ich gehe doch nicht mit Spiritus an einen Computer! Warum auch? Allenfalls würde ich mal mit einem feuchten Lappen was abwischen, wenn es sein müsste. Egal. Ich will mich darüber nicht mehr länger ärgern und war vorhin in einem Computershop in der City und habe dort das gleiche Laptop noch einmal bestellt. Es wird voraussichtlich Mittwoch geliefert, da es nur in deren Lager vorrätig ist, aber nicht im Laden. Ich werde es mir dann genau ansehen, bevor ich es kaufe. Das andere Laptop werde ich danach einer ehemaligen Zimmernachbarin aus dem Krankenhaus schenken, die seit ihrem Unfall unterhalb C6 gelähmt ist (also auch die Hände nicht bewegen kann), für ihren Sturz mit dem Motorrad niemanden haftbar machen kann, kein Geld hat und seit ihrer Entlassung in eine Pflegeeinrichtung das Internet vermisst. Sie wird sich über die schäbige Handauflagefläche nicht stören, wenn sie ein neues Laptop geschenkt bekommt. Ich will das nicht mehr sehen und an dieses Theater nicht mehr erinnert werden. Ich bin echt bedient.

Soll ich noch darauf eingehen, ob mein UMTS-Stick da ist? Ich habe heute nochmal nachgefragt, da ich in meinem Online-Portal schon wieder nichts davon erkennen kann, dass er nun rausgeschickt wurde. Der Anbieter hatte es vergessen und mir am 17.09. versprochen, es nachzuholen. Die Kollegin konnte das nicht tun, da die letzte Bestellung noch nicht in die Rechnung übertragen worden war und man immer nur eine Bestellung zur Zeit abwickeln könne. Fragt sich nur, warum sie mir hoch und heilig versprochen hat, dass das Ding jetzt rausgeschickt worden ist. Hätte ich heute nicht nochmal nachgefragt, würde ich Weihnachten wohl immernoch darauf warten. Heute nun sei der Versand nochmal ausgelöst worden. Mal sehen, was die mir als nächstes erzählen.