Klassenfahrt

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Seit heute ist Helena wieder da. Am Mittwoch war sie mit ihrer Klasse nach Bayern gefahren. Auf Klassenfahrt. Zusammen mit einer Parallelklasse. Und vier Lehrkräften. Diejenige Lehrkraft, mit der wir vorher alles besprochen haben, war kurzfristig nicht dabei. Als ich Helena am Mittwoch zum Bahnhof brachte, hieß es, dass die eine Lehrerin „sich mit dem Fahrrad gemault“ hätte und mit Gipsarm nicht arbeitsfähig sei. Natürlich erfuhren wir das erst bei Abfahrt.

Ich will ja nicht immer nur meckern, zumal Helena die Klassenfahrt sehr gut gefallen hat. Andererseits finde ich aber auch, dass es nicht sein kann, dass Menschen mit Behinderung ständig Maxima an Toleranz, Geduld, Aufgeklärtheit, Milde, Wohlwollen, Freundlichkeit, Hinnahme und Opferbereitschaft abverlangt werden. Insbesondere, wenn dieser Mensch noch ein Kind oder eine Jugendliche ist.

Ich hätte nämlich schon wieder im Strahl kotzen können, als sich herausstellte, dass im Zug die Reservierungen in Verbindung mit dem Gruppenfahrschein so gebucht wurden, dass alle im selben Großraumwagen sitzen würden. Alle bis auf Helena. Sie sollte auf dem Rollstuhl-Stellplatz untergebracht werden. So hatte sie ihren Platz in Wagen 9, alle anderen in Wagen 3. Ich verstehe ja, dass ein Lehrer damit überfordert ist, und ich verstehe auch, dass für Gruppenreservierungen bestimmte Platzkontingente vorgesehen sind. Ich verstehe auch, dass das schief geht, wenn das jemand noch nie gemacht hat. Ich verstehe aber nicht, dass die Lehrkraft mit mir im Austausch ist und das überhaupt nicht thematisiert. Also es vermutlich gar nicht auf dem Schirm hat.

Und ich schreibe das auch einer Überforderung zu, wenn dann der Lehrer auf meinen Einwand Helena fragt, ob es ihr was ausmache, alleine zu sitzen. Helena antwortete nicht, entsprechend habe ich dann höflich gesagt: „Ich glaube nicht, dass Helena das einfordern muss. Schon die Aussicht, mit dem Wunsch erhebliche Unruhe zu stiften, ist wohl keine gute Basis für diese Diskussion.“ – Der Kragen platzte mir aber dennoch nach seiner Antwort. Grinsend fragte er mich, und ich glaube, es sollte ein Spaß sein: „Also stiften Sie dann jetzt stellvertretend für Helena Unruhe?“

Ich antwortete schnippisch: „Das ist jetzt nicht Ihr Ernst?! Also ich hoffe nicht, dass ich das muss.“ – Am Ende durfte Kiara bei ihr sitzen. Am Nachmittag bekamen Marie und ich eine Kurznachricht: Sie habe sich durchsetzen müssen, nicht im Einzelzimmer untergebracht zu werden, während der Rest in Vierer- und Sechserzimmern pennt. Man hatte für sie ein barrierefreies Zimmer gebucht. Alleine. Die Lehrkraft meinte, an der Zimmerbelegung sei nichts mehr zu ändern, woraufhin die Klassensprecherin der Nachbarklasse (!) die Leitung der Jugendherberge aufgesucht habe. Die machte das -im Gegensatz zu den Lehrern- wohl nicht zum ersten Mal. Sie trat mit dem Angebot, die Zimmerbelegung kurzfristig zu ändern, an die Lehrer heran. Das Problem war: Der Rollstuhl durfte nicht in anderen Zimmern und nicht im Gang stehen. Damit im Evakuierungsfall niemand darüber fällt und damit ihn keiner klaut oder damit durch die Gänge heizt. Am Ende wurden einfach weitere Leute mit in das barrierefreie Zimmer gelegt. Was die Lehrer zuerst nicht wollten, weil das in einem anderen Flur lag als der Rest der Klassen. Ich nehme an, das war auch der Grund, warum das nicht gleich anders gebucht wurde. Ich sehe mich schon auf dem nächsten Elternabend noch einen Impulsvortrag über gleichberechtigte Teilhabe halten.

Ich dachte mir so: So weitläufig wird das Gebäude jawohl nicht sein, dass die Lehrer Wanderstiefel brauchen, um bei der abendlichen Kontrollrunde auch einmal in einen anderen Gang zu gehen. Von einem Mitschüler kam der Spruch, dass wegen „einer Behinderten wieder alles aufgemischt wird, nur weil sie nicht im Stehen pinkeln kann“, was Helena mit „F*ck dich“ und ein weiterer Mitschüler mit „Spar die solche Sprüche, sonst pinkelst du die nächsten Tage gar nicht mehr“ kommentiert hat. Anstatt sich zuerst den ersten Idioten zur Brust zu nehmen, wurden der zweite Schüler wegen indirekter Gewaltandrohung und Helena wegen sexualisierter Sprache sanktioniert. Dass die Lehrer mit diesen zahlreichen nachbesserungsbedürftigen und halbherzigen Vorbereitungen die Gruppe spalten, muss wohl nochmal erklärt werden.

Ich glaube, mit Helena werden wir noch unseren Spaß haben. Sie sollte schriftlich über eine Seite erklären, warum sexualisierte Sprache nicht tolerierbar ist. Sie hat dann geantwortet, dass sie aufgrund ihrer Behinderung jede Schularbeit am Laptop anfertigen dürfe, ein solcher aber nicht vor Ort sei. Das ist zwar sehr frech, aber genau nach meinem Geschmack. Ich habe heute gelesen, was Helena und ihr „Gewalt androhender“ Mitschüler gemeinsam ausgearbeitet haben. Ich zitiere: „Die Gesellschaft und jeder Einzelne [haben] das Recht, nicht mit sexualisierter Sprache belästigt zu werden. Das Recht möchte ich auch für mich. Wenn mein Recht nicht respektiert wird, darf ich mich aber wehren. Ein Subjekt, das selbst übergriffige Sprache benutzt, hat nicht mehr das Recht, weil [es] selbst bereits auf dieser Ebene ist und nicht fordern kann, dass ihm da niemand begegnet. Es kommt immer wieder vor, dass […] gegen mich mit Sprache übergriffig ist. Dagegen sollten die Lehrer auch etwas tun und nicht nur die bestrafen, die sich wehren!“

Es war aber nicht alles schlecht, sondern es sei überwiegend toll gewesen. Und die Mehrzahl der Mitschülerinnen und Mitschüler habe Helena inzwischen akzeptiert und es herrscht wohl ein freundliches, respektvolles und angenehmes Klima untereinander. Helena erzählte mir von lediglich vier Ausnahmen, die aus einer provozierenden Minderheit heraus regelmäßig versucht hätten, um Helena herum Stunk zu machen. Einmal hätte man sich wohl zum Quatschen mit einem Dutzend Leuten in Helenas Zimmer getroffen, und in den ersten zwei Minuten hat einer der stets Provozierenden gefragt: „Warum bekommen die Behinderten eigentlich immer die besten Zimmer?“ – Woraufhin derselbe, der auch schon wegen der angeblichen Gewaltandrohung sanktioniert worden war, geantwortet hat: „Warum haben die dümmsten Leute immer die größte Klappe?“ – Nachdem Helena erzählte, dass er auch immer morgens ihr Frühstückstablett geholt hat, scheint ihm wohl ziemlich viel an Helena zu liegen. Was ich sehr schön finde.

Krass soll aber wohl auch der gemeinsame Freibadbesuch gewesen sein. Helena wurde im Vorfeld von einer Lehrkraft darauf hingewiesen, dass sie sich zwar Badesachen anziehen und sich sonnen dürfe, aber nicht mit ins Wasser gehe, weil das mit ihrer Behinderung zu gefährlich sei. Helena erzählte, dass sie danach erstmal geheult hätte, vor allem, weil sie sich bei dieser Entscheidung so sehr an ihre vorherigen Pflegeeltern und unser Kennenlernen erinnert gefühlt hatte. Sie erzählte: „Aber dann habe ich gedacht, dass das ja ein guter Neuanfang war und bin erstmal so mit ins Freibad.“ – Und am Ende war es dann doch super. Eine Traube von Mitschülern habe sie ins Wasser geschubst. „Ob das vorher so abgesprochen war, sag ich nicht, man muss sich ja nicht selbst belasten“, erzählte sie lachend. Der Lehrer eskalierte am Rand, wäre fast hinterher gesprungen, Kiara hat aber derweil am Rand auf ihn eingeredet, dass sie mit Helena sogar in der Ostsee schwimmen geht. Ich frage mich, warum wir vorher besprechen, dass Helena schwimmen gehen darf. Sie kann schwimmen. Rücken. Brust. Und Kraul sieht auch schon gut aus. Punkt. Ende der Diskussion um Sicherheit und Verantwortung.

Eine weitere krasse Szene hat sich beim Besuch einer Veranstaltung ergeben. Das war so ein Dorffest oder ähnliches. Ein paar Mitschülerinnen haben sich irgendwelche Gummitiere gekauft. Vorher natürlich brav gefragt. Helena wollte sich eine Zuckerwatte kaufen. „Nee, Zucker ist ja nun schlecht bei Diabetes, das müsstest du doch aber wissen.“ – Helena hat dann geantwortet: „Die spritze ich mir weg.“ – „Nein, also auf gar keinen Fall, blabla.“ – Darf ich eigentlich erwarten, dass ein Lehrer sich vor Abreise informiert und, wenn etwas passiert, wo er sich unsicher ist, sich vergewissert, ob das Kind das Griff hat? Er hätte mich auch anrufen können. Helena macht das über Tage alles selbständig. Ist auf Reisen, bekommt fremdes Essen, am letzten Tag spielte die Pumpe verrückt, da hat sie sich mit Insulinpräparaten aus zwei Pens über Wasser gehalten. Selbständig. „Ich habe nur Kiara erzählt, was ich mache, der Lehrer hätte mich sonst bestimmt ins Krankenhaus gebracht. Hätte ich ihm zugetraut.“ – Da könnte sie Recht haben, denn der Lehrer rief mich am letzten Abend an, um zu fragen, ob sie ohne ärztliche Verordnung eine Ibu 200 nehmen darf, weil sie ihre Regel bekommen und Unterleibsschmerzen hat.

Ja, ich weiß, das ist speziell. Und ja, ich weiß, wer sich damit nicht auskennt, ist schnell überfordert. Aber der Erfolg lässt sich ganz einfach am Blutzucker ablesen und dafür gibt es ein Messgerät. Solange der in dem vorgegebenen Rahmen ist, ist alles in Ordnung. Und das kann sich auch eine Lehrkraft mal eben unter vier Augen zeigen lassen und anschließend darauf vertrauen, dass die Schülerin alles richtig macht. Marie und ich haben mit Helena die Diabetes-Woche nachbesprochen, als sie damit anfing und uns erzählte, wie es gelaufen ist. Wir haben uns am PC gemeinsam die gespeicherten Werte angesehen und ich fasse es zusammen: Es war alles in Ordnung. Ich hätte nichts anders gemacht. Und auch den ersatzweisen Einsatz der beiden Pens hat sie ohne Probleme gemeistert. Das ist etwa so, als wenn beim Flugzeug eins der beiden Triebwerke ausfällt. Man muss wissen, was zu tun ist. Aber es lässt sich trotzdem alles beherrschen. Alles richtig gemacht. Ich bin so stolz auf unsere „Große“.

Braun geworden ist sie in der einen Woche. Ohne Sonnenbrand. Viele tolle Fotos hat sie gemacht. Stundenlang erzählt. Zwei Drittel ihres Taschengelds für die Woche wieder mit nach Hause gebracht. Stichwort: Kaff. Regelmäßig geduscht, Zähne geputzt, Wäsche gewechselt, … was sie hier auch alleine und zuverlässig macht, was aber, nach ihren Schilderungen, bei anderen offenbar noch nicht überall so selbstverständlich ist. Und was mich nochmal mehr in meiner Annahme von einem pflegeleichten Pflegekind bestärkt.

Keine Mobilität

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Am Pfingstwochenende müssen Marie und ich in diesem Jahr nicht arbeiten. Gar nicht. Alle Tage frei. Wahnsinn.

Nein, wir verreisen nicht. Wir bekommen auch keinen Besuch. Sondern wir chillen. Garten, Sonne, Handbike, Strand. Mehr bitte nicht.

Und Kontaktpflege. Und Bloggen. Und ausnahmsweise kann ich heute Kontaktpflege und Bloggen mal gleich miteinander verbinden: Ein langjähriger Freund erzählte mir heute am Telefon seine Story, die eigentlich exklusiv zu meinem Idiotenmagneten passen würde. Vielleicht müssen wir inzwischen darüber nachdenken, ob alle Menschen mit Behinderung einen solchen Magneten haben, denn auch dieser Freund sitzt im Rollstuhl. Vielleicht wird dadurch aber auch nur einmal mehr deutlich, wie in diesem Land mit Menschen mit Behinderung umgegangen wird.

Ich betone, dass nicht alle Menschen so sind. Ich betone aber auch, dass ich den „bedauerlichen Einzelfall“ nicht mehr hören, lesen oder glauben kann. Es ist kein bedauerlicher Einzelfall, dass die Deutsche Bahn schon wieder ein Problem hatte, Rollstuhlfahrer von Hamburg nach Berlin zu transportieren.

Gerade erst vor knapp zwei Wochen traf es die ehemalige Bahnradsportlerin Kristina Vogel, die seit einem Unfall querschnittgelähmt ist und im Rollstuhl fährt: Verschiedene Medien berichten, dass sie in Frankfurt aussteigen wollte, das jedoch nur mit der Hilfe anderer Reisender schaffte, die sie mitsamt Rollstuhl aus dem Zug hoben. Der Mitarbeiter mit der für das Aussteigen benötigten Rampe sei nicht am Zug gewesen, der Schaffner habe sich auch nicht gemeldet. Ich kenne das auch, in einem solchen Fall stelle ich mich dann immer in die Tür und halte den gesamten Zug auf. Irgendwann kommt immer jemand und schaut nach, warum die Tür nicht schließt.

Zwei Wochen davor hatte Bloggerin Wheelymum beschrieben, wie sie beinahe eine Reise nach Berlin absagen musste, weil man ihren Rollstuhl nicht aus dem Zug bekam. Am Ende reiste sie mit dem Flugzeug an.

Und in der letzten Woche? Da traf es vier junge Menschen aus Hamburg, die zu einem internationalen Wettkampf nach Berlin wollten. Zwei sitzen im Rollstuhl, zwei haben andere Einschränkungen; alle vier gehörten zu einem Landes-Auswahlteam, hatten sich für die Teilnahme an dem Wettkampf qualifiziert und über ein Jahr hart dafür trainiert. Für die Hin- und Rückfahrt waren die Fahrkarten schon vor Monaten gekauft und bezahlt, die beiden einzigen in dem ICE vorhandenen Plätze für Rollstuhlfahrer reserviert und die Einstiegshilfe vorbestellt. Wer mit einem Rollstuhl in den Zug möchte, braucht die Hilfe vom Personal, da eine Rampe bedient werden muss.

Am Morgen des Anreisetags stellte eine der Sportlerinnen dann zufällig fest, nachdem sie sich im Internet auf dem Weg zur Schule noch einmal vergewissert hat, ob alles klappen würde: Der betreffende Zug fährt heute ohne Wagen 9. Leider sind im Wagen 9 die beiden einzigen Rollstuhlplätze des Zuges. Und das einzige mit dem Rollstuhl befahrbare WC. Vielleicht übersteht der eine oder andere die zwei Stunden ohne WC. Dass der Zug liegen bleibt und die vier dann nicht auf die Toilette können, mag auch noch weit hergeholt sein. Aber: Die Deutsche Bahn lädt keinen Menschen im Rollstuhl in einen anderen Wagen ein, denn selbst wenn der Rollstuhl durch die schmaleren Eingangstüren hindurch passen würde, müsste derjenige ja die ganze Fahrt über auf dem Gang und damit im Fluchtweg stehen.

Die Beförderung von Menschen mit Behinderung wird bei der Deutschen Bahn durch den hauseigenen Mobilitätsservice koordiniert. Insbesondere diejenigen, die mit dem Rollstuhl reisen, müssen sich spätestens zwei Tage vor Reiseantritt dorthin wenden und darum bitten, eine Einstiegshilfe, also einen Mitarbeiter, der die Rampe bedient, zu bekommen. Nachdem der Wunsch aufgenommen wurde, senden die Mitarbeiter ihn an die jeweiligen Bahnhöfe, diese melden dann zurück, ob das benötigte Personal zur Verfügung steht. Und ob alle Aufzüge funktionieren. Anschließend erhält der Rollstuhlfahrer eine Bestätigungsmail oder einen Anruf. Bei kurzfristigen Änderungen sollen die betroffenen Personen eigentlich informiert werden.

Das ist in diesem Fall nicht geschehen. „Es ist Ihre Aufgabe, zu prüfen, ob der Zug wie vorgesehen fährt und sich gegebenenfalls bei uns zu melden“, sagte die Mitarbeiterin am Telefon. Service geht natürlich anders. In diesem Fall versuchte man nun, die vier Sportlerinnen und Sportler aus Hamburg in einen anderen Zug umzubuchen. Ein Zug später ging nicht, weil dann die Ankunft zum Wettkampf nicht mehr sichergestellt wäre. Ein Zug vorher ging nicht, weil der ebenfalls ohne Wagen 9 fuhr. In dem Zug davor waren die beiden Rollstuhlstellplätze bereits durch andere Rollstuhlfahrer belegt, in dem davor auch, in dem davor auch. Also blieb nur eine Umbuchung auf einen Zug, der sechs Stunden vor der eigentlichen Verbindung fahren würde.

Der Versuch, die Jugendlichen sofort aus ihren Schulen zu bekommen, scheiterte. Alle Handys waren natürlich aus. Das war aber auch nicht mehr relevant, denn wie sich bei einem weiteren Telefonat mit der Bahn herausstellte, würde auch diese Verbindung scheitern: In Berlin stünde für diesen Zug kein Personal zur Verfügung, das die Rampe bedienen könnte.

Somit lässt sich zusammenfassen: Nix Bahn. Es mussten kurzfristig Fahrzeuge und Fahrer organisiert werden, die die Sportler zu ihrem internationalen Wettkampf nach Berlin fahren. Das kleinste Problem dürfte dabei gewesen sein, dass die vier Erfrischungsgetränke verfallen sind, die die Bahn den vier Sportlern vor zwei Monaten spendiert hat (Verzehrgutschein), nachdem dort auch bereits alles drunter und drüber ging, und das Team für eine Strecke, die üblicherweise in 1:52 Stunden zurückgelegt wird, mal eben über fünf Stunden (Rückfahrt nur vier Stunden) benötigt hat. Damals auch, weil die barrierefreien Komponenten gar nicht oder zeitlich nicht passend verfügbar waren. Auf die schriftliche Beschwerde ihres Vereins hat sich bis heute niemand gemeldet. Zwar wurden 50% des Fahrpreises inzwischen automatisiert erstattet, aber auf die versprochene Aufarbeitung warten die Jungs und Mädels noch heute.

Nein, die Deutsche Bahn ist nicht entschuldigt. Auch wenn viele motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagiert alles versuchen, und auch wenn es unter den Menschen mit Behinderung durchaus auch nervige Zeitgenossen gibt: Es kann nicht sein, dass Menschen mit Behinderung in Deutschland nicht zuverlässig und gleichberechtigt mit der Deutschen Bahn fahren können. Es ist kein Einzelfall, wenn es den ganzen Tag lang effektiv nicht möglich ist, als Rollstuhlfahrer von Hamburg nach Berlin zu fahren. Und darüber diskutiere ich auch nicht.

Salz in der Luft

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Seit rund einem Dreivierteljahr lebt Helena nun schon bei uns. Ich muss sagen, dass ich mir einige Dinge sehr viel schwieriger vorgestellt habe. Wobei ich den Tag nicht vor dem Abend loben möchte, denn wer weiß schon, was alles noch kommt. Aber für den Moment kann ich sagen: Helena ist im Alltag absolut pflegeleicht und eine wunderbare Bereicherung. Nein, es läuft nicht alles wie am Schnürchen und ja, es gibt durchaus unterschiedliche Meinungen. Ein Diabetes ist nicht einfach, eine Cerebralparese, und sei sie noch so diskret ausgeprägt, ist eine körperliche Einschränkung.

Andere Dinge habe ich mir, und das muss ich gestehen, auch sehr viel einfacher vorgestellt. Einfacher nicht als Gegenteil von schwierig, sondern als Gegenteil von Individualität. Insbesondere Helenas Erlebnisse mit den bisherigen Pflegeeltern und ihre Psychotherapie sind eine krasse Belastung. Sie erfordern sehr viel Einfühlungsvermögen, und das, während sie mit uns ganz bewusst nicht über die Inhalte der Therapie und nur sehr selten über Einzelheiten aus ihrem bisherigen Pflegeelternverhältnis redet. Der Therapeut redet selbstverständlich auch nicht mit uns über Inhalte, aber dennoch wissen Marie und ich und natürlich auch Maries Eltern, dass Helena sich damit enorm quält. Aber: Auch wenn die Therapie und das Verarbeiten noch so anstrengend ist, wir merken (und sie bestätigt das auch), dass es ihr mittelfristig gut tut.

Die Begleitung dabei ist auch für uns eine enorme emotionale Herausforderung. Auf der einen Seite haben wir ein zerbrechliches Wesen, dessen Seele enorm und immer wieder verletzt wurde, auf der anderen Seite ist sie so zäh und so orientiert und klar, dass es ganz viel Vertrauen dafür braucht, zu akzeptieren, dass sie reif genug ist, damit richtig umzugehen. Die größte und stärkste Vertrauensgrundlage ist wohl, dass Helena uns gegenüber nicht lügt. Das ist eine ungeheure Herausforderung für jemanden, der über Jahre gelernt hat, dass er mit Lügen weiterkommt und dieses Prinzip auch bis zum Einzug bei uns täglich angewendet hat. Marie und ich waren beide darauf gefasst und haben uns vorher schon Pläne gemacht, wie wir damit umgehen, wenn sie uns anlügt. Diese Pläne mussten wir nie in die Hand nehmen. Selbst Dinge, die auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen, haben sich hinterher immer als wahr bestätigt. Anfangs fiel ihr das sichtbar schwer, inzwischen ist sie sehr viel selbstsicherer geworden und kennt vor allem die Antworten: „Kein Kommentar“, „Darauf möchte ich nicht antworten“ oder sogar „Ich finde, das geht dich nichts an.“

Marie oder ich holen sie nach ihrer Psychotherapie regelmäßig mit dem Auto ab. Wir möchten, dass sie direkt nach Hause kann, dass sie jemanden neben sich hat, dass sie niemandem mehr über den Weg laufen muss. Anfangs war es sehr schwierig für mich, beim Einsteigen nicht mal begrüßt zu werden. Sie setzt sich hin, schnallt sich an, starrt ins Leere. Weint, schluchzt, guckt aus dem Fenster. Steigt zu Hause aus, geht ohne ein Wort in ihr Zimmer, hängt „bitte nicht stören“ an die Tür, legt sich aufs Bett und guckt an die Decke oder guckt aus dem Fenster. Es ist so schwer, geduldig abzuwarten. Es ist so schwer, zu verstehen, dass sie den Weg zu uns kommen muss und dass jede Annäherung von uns zu aufdringlich wäre. Sie hat hier einen sicheren Hafen und sie braucht eine Rückzugsmöglichkeit, in der niemand Fragen stellt.

Helena hat seit etwa zehn Wochen für ihren Rollstuhl ein Vorspannbike. Zum Austesten als Vorführmodell vom Hersteller ausgeliehen, bis die Krankenkasse sich rührt. Leider rührt sie sich nicht wirklich, und leider ist das Vorführmodell auch nicht der Hit. Wir werden wohl ein anderes nehmen und das demnächst auch kaufen, damit wir im Sommer gemeinsam „radeln“ können. Helena nutzt das Ding dennoch sehr intensiv, um beispielsweise zu ihrer Freundin zu kommen.

Und nun kommt es: Zum ersten Mal Anfang April, am Abend nach einer Therapiestunde, draußen ist es bereits dunkel, dackelt Helena mit einem Fleecehoodie in der Hand in die Küche, nimmt sich eine Flasche Malzbier aus dem Kühlschrank, packt sie in einen Rucksack, und will mit Rolli und Handbike los. Seit der Therapie hatte sie noch kein Wort gesagt. Ich frage also: „Hast du mal auf die Uhr geguckt? Wohin willst du?“ – „Raus. Ich brauche nochmal frische Luft. Ich bin in zwei Stunden wieder zurück.“ – „Nee, Helena, Moment mal. Du bist 13 und draußen ist es dunkel. Was hast du vor?“

Mir wurde wirklich angst und bange. Sie sagte: „Mach dir keine Sorgen. Ich brauche nur einen Moment frische Luft.“ – „Dann setz dich auf die Terrasse, da ist auch frische Luft.“ – „Vertraue mir einfach. Ich bin in zwei Stunden wieder da.“ – Ich musste binnen Sekunden eine Entscheidung treffen: Entweder sie mit körperlicher Gewalt zurückhalten, also sie am Arm festhalten, die Tür abschließen oder ähnliches, oder eine 13jährige am späten Abend bei völliger Dunkelheit alleine losziehen lassen. Wissend um die ganzen Gangster, die auch in unserem idyllischen Örtchen frei herumlaufen, wissend um den Straßenverkehr, den es auch hier gibt, wissend um einen Diabetes, der bei körperlicher Angespanntheit gerne mal herumspinnt.

Ich weiß, dass viele in diesem Moment „Nein“ gesagt hätten. Ich am liebsten auch. Mein Kopf hat es mir auch eindringlich befohlen. Mein Herz hat gesagt: „Vertraue ihr.“ – Ich sagte: „Du nimmst ein Handy mit und lässt es eingeschaltet. Richtig?“ – „Meinetwegen.“ – „Und du tust dir nichts an. Schau mich an.“ – „Bist du jetzt völlig übergeschnappt?“ – „Schau mich an!“ – „Nein! Mach ich nicht.“ – „Was hast du mit der Flache vor?“ – „Jule, du nervst! Was will ich wohl mit einer Flasche Malzbier? Unterwegs austrinken.“ – „Ohne Flachenöffner?“ – „Die krieg ich am Rolli auf. So tschüss jetzt. Bis später.“ – Die Tür fiel ins Schloss und ich hörte, wie sie draußen sagte: „Das ist vielleicht alles ein Drama hier heute…“

Sie war dann knapp zwei Stunden später wieder da. Ich war schon im Bett und hatte noch einen Text für meine Fortbildung gelesen. Helena ging als erstes duschen, dann kam sie mit Flausch-Schlafanzug zu mir. „Darf ich bei dir schlafen?“ – Bevor ich irgendwas hörte, bevor ich eine Frage stellen konnte, war sie eingeschlafen. Der Zucker war in Ordnung. Ich musste mich also noch länger gedulden. Oder akzeptieren, dass es mich nichts anging, was sie gemacht hatte. Immerhin war sie pünktlich wieder da.

Am nächsten Abend erzählte sie mir dann, dass sie zum Strand gefahren war. Sie habe sich auf eine Düne gesetzt und das Wasser beobachtet, in dem sich der Mond spiegelte. Meistens ist es, gerade an sonnigen Abenden, ja nachts windstill und die Wasseroberfläche der Ostsee ist glatt wie ein Spiegel. Wenn sich dann der Mond dort spiegelt, kann das sehr mystisch aussehen, aber mitunter auch sehr gespenstisch. Auf dem Weg zum Deich und auf den Wegen hinter den Deichen steht nicht eine einzige Laterne. Und hinzu kommt, dass der Weg, den sie genommen hat, zwar vorbildlich war, weil sie dann die Bundesstraße nicht überqueren musste, auf der nachts auch gerne mal Leute 140 statt der erlaubten 70 bis 100 fahren, aber insgesamt sind das locker 15 Kilometer. Also rund 45 Minuten reine Fahrtzeit.

„Warst du alleine da?“, fragte ich. Sie antwortete: „Nee, da standen ein paar Schafis rum, die erstmal voll den Lärm gemacht haben, als ich kam. Auch wenn die Dunkelheit irgendwie ein wenig unheimlich ist, diese Einsamkeit dort ist gut, um sich mal auszuheulen. Ich finde, das geht besonders gut, wenn man den Mond auf dem endlosen Meer sieht und hin und wieder mal eine Möwe oder sogar ein kleines Schiff. Und wenn sich das Salz der Tränen und das Salz in der Luft vermischen, dann fühlt sich das so an, als würde mich jemand verstehen. Aber irgendwann ist es dann auch genug. Zu viel Flennen macht die Nase dicht, Kopfschmerzen, und irgendwann muss der Stein, den man da gerade aus der Seele geklopft hat, ja auch mal aufgelöst sein. Außerdem wird es irgendwann kalt, wenn man sich da zu lange hinsetzt.“

„Und dann?“, fragte ich, erstaunt und beängstigt zugleich über eine 13jährige, die über Salz von Tränen und Meeresluft philosophiert. Sie antwortete: „Dann hab ich einmal kräftig in den Sand gepinkelt und vom Malzbier drei bis acht Mal laut gerülpst, so genau habe ich das nicht gezählt, und dann bin ich völlig entspannt zurück gefahren.“

Seitdem hat sie das noch vier weitere Male gemacht. Nachmittags Therapie, abends mit dem Handbike und einer Flasche Malzbier an den Strand; sobald es nicht zu kalt war und nicht geregnet hat, hat sie sich dort offenbar ausgeheult. Sie braucht das scheinbar, sie findet sich zurecht, sie kommt zuverlässig wieder zurück. Ich werde es ihr wohl nicht verbieten können. Ich kann nur hoffen, dass dort nicht mal irgendeine zweifelhafte Gestalt auf sie wartet.

Elternabend

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Ich war kürzlich beim Elternabend. Ich hätte nicht vermutet, dass ich so schnell einmal selbst zum Elternabend gehen würde. Der letzte fiel krankheitsbedingt komplett aus, zum allerersten dieses Schuljahres war Marie dort, da waren allerdings nur fünf weitere Personen vor Ort. Dieses Mal musste Marie arbeiten, also war ich vor Ort. Helena war spürbar verunsichert an dem Nachmittag davor, ich fragte sie noch, ob wir vorher noch über irgendwas reden wollen, aber sie sagte: „Das Schwierige ist, dass ich nie so genau weiß, ob ich alles richtig gemacht habe.“

Ich erklärte ihr dann nochmal, dass sie nicht alles richtig machen muss. Sondern dass sie ein gutes Gewissen und ein gutes Gefühl mit dem haben sollte, was sie tut. Und falls das einmal nicht so ist, sollte sie darüber sprechen und bereit sein, für die Zukunft etwas daran zu ändern. Sie sagte: „Aber manchmal denke ich, es ist alles gut, und dann kommt ganz plötzlich irgendwas auf mich zu, was doch nicht so gut war.“ – „Dass immer alles gut ist, kann dir niemand garantieren. Aber wichtig ist, und das sage ich gerne nochmal, dass du mit dem, was du tust, ein gutes Gefühl hast. Vertraue auf deinen Bauch, höre auf dein Herz, schalte deinen Verstand ein und sei offen für Kritik.“

Der Elternabend selbst war inhaltlich überschaubar. Es steht noch eine Klassenfahrt an. Fünf Tage wollen sie nach Bayern. Ein männliches Elternteil fragte tatsächlich, ob Helena nicht zur Klassenfahrt ihren Rollstuhl zu Hause lassen könnte, weil das doch die Möglichkeiten aller sehr einschränke. Ich musste darauf aber gar nicht reagieren, vor mir platzten schon drei anderen Müttern die Krägen. „Das ist doch nicht Ihr Ernst“, „Habe ich das wirklich gerade gehört?“ und irgendwas mit „Problem erkannt“ riefen sie durcheinander. Der Vater legte noch einmal nach: „Bevor sich alle so aufregen, möchte ich noch die Information liefern, dass das Kind zeitweilig auch ohne Rollstuhl zurecht kommt und damit offensichtlich steuern kann, wann es ihn braucht und wann nicht. Es wäre also für alle anderen 22 Schüler von Vorteil, wenn das eine Kind den während der Klassenfahrt mal nicht bräuchte und im Gegenzug alle 23 Kinder auf Berge klettern, Sommerrodelbahnen herabbrausen, ins Schwimmbad gehen und Sessellift fahren können, statt langweilige Museen anzuschauen und Abende in der Oper zu verbringen.“

Eine der beiden Lehrerinnen meldete sich zu Wort: „Ich bin entsetzt, einen solchen inakzeptablen Vorschlag unterbreitet zu bekommen. Noch dazu in Gegenwart der Pflegemutter, die auch noch selbst im Rollstuhl sitzt.“ – Nun lenkte er vom Thema ab: „Soweit ich weiß, gibt es doch zwei Pflegemütter. Und wenn ich mich richtig erinnere, saß die andere doch auch im Rollstuhl.“ – Ich konnte mich nicht mehr zurück halten und sagte: „Na, das ist ja ein Ding.“ – „Finden Sie auch, oder? Aber ich sage ja gar nichts, jede Zeit bringt ihre Veränderungen, und heute dürfen eben auch zwei Frauen zusammenleben und eigene Kinder haben.“

Okay. Er ist doof und will provozieren. Also lass ich das unkommentiert. Erschreckend finde ich, was solche Haltung der Eltern bei den Kindern auslöst. Oder anders: Kein Wunder, wenn Kinder mobben, wenn die Eltern ihnen eine derartige Intoleranz vorleben. Weil ich nicht antwortete, ergriff ein anderer Vater das Wort. Er sagte: „Selbst meine Eltern hatten noch was gegen Homosexualität. Sie haben die Musik von Elton John gerne gehört, bis sie herausgefunden haben, dass er homosexuell ist. Dann mochten sie ihn nicht mehr, weil er angeblich seine Songs mit schwuler Feder geschrieben hatte. Als meine Eltern so redeten, war mir klar, dass ich eine andere Generation bin. Aber dass Sie jetzt solche Ansichten vertreten, kann ich nicht verstehen. Ich habe nichts gegen Homosexualität und ich finde es toll, dass die beiden Frauen trotz ihrer Behinderung ein Kind aufgenommen haben, das offenbar selbst eine Behinderung hat. Darf ich fragen, wie lange Sie ein Paar sind?“

Ich sagte: „Wir sind seit Jahren sehr eng befreundet. Aber wir haben keine Beziehung miteinander.“ – Darauf fängt doch der Vater, der gerne 23 Kinder beim Bergsteigen hätte, zu lachen an und sagt: „Also die Lüge ist ja inzwischen auch ein legitimes Mittel, sich zu verteidigen.“

Was soll ich darauf erwidern? Die Lehrerin fährt mit ihrem Gesprächsprogramm fort, der Vater grinst sich einen und geht zwischenzeitlich drei oder vier Mal mit dem klingelnden Handy vor die Tür … ich habe selten zuvor jemanden so unsympathisch gefunden.

Am Ende sagte die Lehrerin, dass das Programm, das für die Klassenfahrt geplant sei, mit der Klasse und auch mit Helena besprochen worden sei und Helena offenbar sehr genau wisse, was sie könne und was nicht. Allerdings habe die Lehrerin Bedenken wegen des Diabetes und wünsche sich, dass eine Begleitperson, zum Beispiel Marie oder ich, mitfahren würden. Ich habe allerdings gesagt, dass ich davon ausgehe, dass sie die Woche ohne Hilfe auskommen wird und ich jederzeit bei Problemen erreichbar bin. Wir haben, seit die neue Pumpe da ist und seit sich das einigermaßen eingespielt hat, keine einzige Situation mehr gehabt, in der Marie oder ich irgendetwas unternehmen mussten. Wenn was zu unternehmen war, hat Helena das selbständig und richtig entschieden. Zwar meistens in Abstimmung mit Marie oder mir, aber es gab keine Situation, die Helena, wenn sie auf sich gestellt ist, nicht alleine bewältigt hätte. Von daher möchte ich eigentlich ganz bewusst darauf verzichten, sie zu begleiten.

Spannend fand ich dann noch, dass offenbar vor rund drei Wochen eine Gruppe aus vier oder fünf Schülern ein Video herausgebracht haben soll, in dem es um das Körpergewicht eines wohl übergewichtigen Schülers gehen soll. Es soll damit begonnen haben, dass die Mutter bei der Geburt gestorben sei, weil das Kind zu fett war. Die Eltern dieser Schüler seien mit der Schule im Gespräch, man wolle aber nunmehr alle informieren. Helena hat mir davon gar nichts erzählt. Wie sich später herausstellte, wusste sie davon gar nichts. Vielleicht müssen Marie und ich das positiv sehen, weil sie offenbar nicht mit den falschen Leuten zusammen war. Mich erschreckt aber einmal mehr, welche Übergriffigkeit unter den Jugendlichen stattfindet und scheinbar an der Tagesordnung ist.